Peggy und Steff haben ihr Martiki endlich wieder geöffnet

7 Mai, 2022
Ein Artikel von: Kenny Deppe

Gestern eröffneten Peggy und Steff ihr Martiki in Cala Ratjada. Nach etlichen Problemen starten sie nun in die Saison.

Die Geschichte des Martiki in Cala Ratjada klingt fast schon so, als läge auf dem Laden ein Fluch. Peggy und Steff wollten mit einem großen Lokal wieder in die Gastronomie einsteigen und machten DEN Schnapper. Ein schönes Lokal, mit großer Terrasse direkt am Meer, an der Promenade von Cala Ratjada. Aber dann war es mit den guten Nachrichten für die beiden auch schon vorbei…
Zuerst riss Sturmtief Gloria Teile der Promenade in Cala Ratjada mit sich – natürlich genau dort, wo die Terrasse des Lokals eigentlich stehen sollte. Dann der Supergau: die Pandemie.

Da kann 2022 doch nur besser werden, oder? Denkste! Die Gemeinde beschließt – viel zu spät – Sanierungen an der Promenade durchzuführen. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, dürfen die Lokale ihre Terrassen nicht mehr direkt am Meer aufbauen. Dass Peggy und Steff maßgefertigte Terrassenmöbel angeschafft hatten und diese aufgrund der diversen Probleme kaum nutzen konnten? Geschenkt… Viel schlimmer aber ist, dass das Lokal über Ostern hinter einem Bauzaun lag. Öffnen? Unmöglich!
Auch jetzt noch muss man schon genau wissen, wie man zum Martiki findet. Die Bauarbeiten auf der Promenade sind nämlich noch immer in vollem Gange. Ein gerade mal etwa 100 Meter breites Teilstück vor dem Lokal ist wieder eröffnet – links und rechts davon lauert sofort der Bauzaun. Wer ins Martiki will, muss also den einzigen Zugang über eine Seitenstraße nehmen.

Genug Probleme? Sicher… Doch leider hört es dort noch nicht auf. Peggy und Steff wollten natürlich so viel Terrassenfläche wie möglich für ihr Lokal und beantragten daher, auch Tische und Stühle auf einer Fläche neben ihrem Martiki aufstellen zu dürfen. Dort gibt es keinen Nachbarn, man stört also niemanden. Genehmigt bekamen sie die Fläche auch. Doch noch vor der Eröffnung überlegte die Gemeinde es sich anders und möchte die genehmigte Fläche wieder reduzieren.
„Seht es positiv: Jetzt habt ihr wenigstens alles durch, was schiefgehen kann“, so gestern unser Aufmunterungsversuch an Peggy gerichtet. Ihre Antwort, mit hochgezogenen Brauen und einem Lachen: „Das haben wir letztes Jahr schon gedacht.“

Fast „niedlich“ dagegen die Last Minute-Probleme, die zu jedem Opening auf Mallorca dazugehören. Die Lüftungsanlage kam erst am Abend vor der Eröffnung und war somit auch erst am nächsten Tag eingebaut. Und dann gab wenige Stunden vor dem Aufsperren auch noch die Friteuse den Geist auf – am Tag zuvor lief sie noch. Wenig verwunderlich also, dass Peggy und Steff keine große Ankündigung ihrer Eröffnung machten.
„Wir wollten ganz leise aufmachen, damit nicht so viele Leute gleichzeitig kommen“, so Steff. Auch sie haben natürlich, wie die meisten anderen Lokale und Hotels auf Mallorca, mit Personalmangel zu kämpfen. Viele Köche und Kellner haben während der Pandemie der Gastronomie den Rücken gekehrt. Nun, wo es wieder losgehen kann, wollen sie nicht mehr zurück in den Stress eines Saisonjobs. Insbesondere nicht auf Mallorca, wo die Mieten für eine Wohnung mit einem normalen Gehalt kaum noch zu finanzieren sind.

Wir wünschen Peggy und Steff von ganzem Herzen, dass sie die letzten Schwierigkeiten auch noch überwinden und in dieser Saison endlich mit ihrem Martiki durchstarten können.

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