Mallorcas Einzelhandel in der Krise

4 Okt, 2020
Ein Artikel von: Kenny Deppe

Wer derzeit durch Palmas Shoppingmeilen schlendert, bekommt ein trauriges Bild zu Gesicht. Die Branche kämpft ums Überleben.

Palmas Stadtbild wird mehr und mehr durch geschlossene Läden und „Zu vermieten“- Schilder geprägt. Der zweimonatige Lockdown, die schleppend anlaufende Saison, die Reisewarnungen aus Deutschland und Großbritannien, aber auch der Online-Handel machen den Einzelhändlern zu schaffen.

Vor der Verlängerung des spanischen Kurzarbeitergeldes „ERTE“, wies der Einzelhandelsverband AFEDECO darauf hin, dass bereits nach Ende des Alarmzustands 15% der Geschäfte ihre Türen nicht mehr geöffnet hatten. Die aktuelle (nicht vorhandene) Kauflaune der Mallorquiner macht die Situation nicht besser. Im Juli und August verzeichneten die Balearen einen Rückgang von etwa 15% im Vergleich zu 2019. Der landesweite Durchschnitt liegt nur bei etwa 4%.

Der Rückgang ist hierbei aber nicht nur auf den ausbleibenden Tourismus zurückzuführen, sondern auch auf die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Wie auch im Rest der Welt, boomt bei den Mallorquinern das Online-Shopping. Während des Lockdowns gab es, für alle Produkte die kein Grundbedarf sind, keine andere Möglichkeit, als im Internet einzukaufen. Nach dem Ende des Lockdowns füllten sich die Läden aber nicht wieder, während der Online-Handel weiter boomt.

So verändert sich, gerade in Palma, Tag für Tag das Stadtbild. Die Maßnahmen der Regierung, die Kauflaune der Bürger wieder anzukurbeln, laufen nur schleppend an.

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