Cats Karma – eine beeindruckende Geschichte

3 Mai, 2021
Ein Artikel von: Kenny Deppe

Mit über 350 Pflegekatzen leistet Cats Karma einen beeindruckenden Beitrag zum Tierschutz auf Mallorca. Doch auch Helfer brauchen Hilfe!

Tierschutz ist auf Mallorca schon immer ein sehr großes Thema. Seit der Corona-Pandemie und der Ausgangssperre letztes Jahr, hat sich die Lage aber verschlimmert. Schon vor der Pandemie wurde geschätzt, dass es zehntausende Straßenkatzen auf Mallorca gibt. Offizielle Zahlen gibt es nicht. Durch den kompletten Lockdown, ist die Zahl aber eher angestiegen. Schließlich konnten Tierschützer ihre Arbeit nicht wie gewohnt machen und es gab einen Stillstand bei den Kastrationen. Es gibt also sehr viel Arbeit. Und dafür wird immer Unterstützung gebraucht.

Über dieses Thema haben wir mit Stefanie Schneider von Cats Karma gesprochen. Seit drei Jahren kümmert man sich hier schon um die Straßenkatzen der Insel.
Stefanie hatte in einem Urlaub auf Mallorca fünf Katzenbabys und ihre kranke Mama gefunden und bei der Suche nach Hilfe ihre heutige Freundin Sina Hoffmann kennengelernt. So stieß sie zu den Tierschützern dazu.

Aktuell verpflegt Cats Karma über 350 (!) Katzen, die auf einer eigens dafür angeschafften Finca und in Pflegestellen quer über die ganze Insel untergebracht sind. Ein Mammutprojekt und organisatorisch eine absolute Herausforderung! „Wir haben jetzt eine größere Finca gefunden, weil wir den Platz einfach nicht mehr haben“, erzählt Stefanie. Damit möchte man die Kosten reduzieren, weil die Fahrten zu den Pflegestellen inzwischen zu viel werden. Im Sommer soll die neue Finca fertig sein, um die Katzen dort unterzubringen. Und das ist auch dringend nötig: „Seit Corona sind die Notfälle stark angestiegen. Wir kriegen pro Tag zwischen 10 und 20 Notfälle gemeldet“, erzählt Stefanie. Dabei geht es um angefahrene und verletzte Tiere. Auch aus der Tötungsstation holen sie immer wieder Katzen. „Dazu kommt auch, dass Katzen derzeit wieder vergiftet werden.“

„Die Tierarztrechnungen gehen durch die Decke“, erklärt Stefanie. Und das nicht nur durch die Verpflegung der Straßenkatzen, sondern auch weil einige Mallorquiner sich ihre Tiere nicht mehr leisten können. „Wir unterstützen auch Mallorquiner, die keine Tierarztrechnungen mehr zahlen können, oder sich Futter nicht mehr leisten können.“
Inzwischen fallen monatlich alleine zwischen 20.000 und 30.000 Euro Tierarztrechnungen an. Dazu noch die Kosten für die Katzen-Finca und das Futter. Da sich Cats Karma komplett über Spenden finanziert, sind das kaum aufbringbare Summen.

Die Liste der benötigten Dinge ist lang. Um den Tierarzt bezahlen zu können, hilft natürlich nur eines: Geldspenden. „Die Menschen können gerne auch direkt an die Klinik spenden“, sagt Stefanie. Ansonsten braucht Cats Karma vor allem Futterspenden. Zum einen normales Futter, aber auch Aufbaufutter für alte und verletzte Tiere, Milch für Kitten/Babymilch zum Anrühren und Babyfutter. Wurmkur und Flohmittel werden auch immer gebraucht. Auch Transportboxen und Lebendfallen sind gern genommen, denn gerade die Fallen werden oftmals auch mutwillig zerstört.
Und dann kommt noch der „Luxus“ dazu, wie Decken, Betten, Kratzbäume und Spielzeug.

Wer Cats Karma unterstützen möchte, findet alle nötigen Informationen auf der Facebook-Seite, oder auf der Webseite www.cats-karma.de

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