Milliardenschwerer Schadenersatz: Mann verklagt Krankenhaus nach traumatisierender Geburt

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Von : Tobias Grünwald

Eine Milliarde Schadenersatz
        
          Mann verklagt Krankenhaus, weil ihn die Geburt seines Kindes traumatisiert haben soll

Es ist allgemein bekannt, dass die Anwesenheit werdender Väter bei der Geburt ihrer Kinder die familiären Bande stärkt. Viele Männer betrachten diese einzigartige Erfahrung als unverzichtbar. Doch wie sieht es aus, wenn die Geburt per Kaiserschnitt erfolgt?

Mutter und Kind wohlauf, der Vater jedoch traumatisiert

Anil Koppulas Kind wurde am 20. Januar geboren. Über fünf Jahre später verklagte der Australier das Royal Women’s Hospital in Melbourne auf eine Milliarde US-Dollar. Er behauptet, dass die Konfrontation mit den inneren Organen und dem Blut seiner Frau während des Kaiserschnitts eine „psychotische Störung“ bei ihm ausgelöst habe, berichtete „7news.com.au“.

Der Ehemann macht das Krankenhaus verantwortlich

Anil erklärte, dass das medizinische Personal ihn nicht nur zur Teilnahme am Eingriff zugelassen, sondern ihn sogar ausdrücklich dazu ermutigt habe. Der Anblick des Operationsgeschehens habe ihn tief getroffen, weshalb er beim Obersten Gerichtshof von Victoria Klage gegen das Krankenhaus eingereicht habe. Nach seiner Ansicht habe das Krankenhaus seine Sorgfaltspflicht ihm gegenüber nicht erfüllt.

Das Royal Women’s Hospital widerspricht

Das angeklagte Krankenhaus betonte seine Verpflichtung zur Fürsorge, sah jedoch keinen Verstoß. Es bestritt die Behauptungen, der Mann habe psychische Schäden erlitten. Richter James Gorton stützte diese Meinung in seinem Urteil am 11. September und bezeichnete die Klage darüber hinaus als „Prozessmissbrauch“.

Der Kläger sieht sich mit den Ruinen seiner Ehe konfrontiert

Anil Koppula gab vor Gericht an, dass die psychischen Folgen den Zerfall seiner Ehe verursacht hätten. Dies sei eine tragische Entwicklung für ihn gewesen, die jedoch im Gerichtsverfahren keine Rolle spielte. Eine medizinische Begutachtung durch ein Gremium ergab zudem, dass der Grad der psychischen Beeinträchtigung nicht den erforderlichen Schwellenwert erreichte. Im Urteil wurde weiterhin betont, dass laut Gesetz niemand Anspruch auf Entschädigung für „nicht-wirtschaftliche Verluste“ hat, sofern es sich nicht um eine „erhebliche Verletzung“ handelt. Anil scheint sich mit dem für ihn negativen Ausgang des Prozesses abzufinden.

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