Die Transformation des Prinz Pi zum Heimwerker-Influencer
Friedrich Kautz, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Prinz Pi, hat eine bemerkenswerte Wandlung vom Rapper zum engagierten DIY-Enthusiasten durchgemacht. Der Künstler, der auch kostenlos für seine Anhänger Projekte realisiert, teilt seine Holzarbeiten regelmäßig auf sozialen Netzwerken. Wir besuchten ihn in seinem Zuhause in Kleinmachnow.
Im Wohnzimmer von Friedrich Kautz zieht er ein altes, dickes Buch aus einem Regal. Auf dem Einband prangt der Titel „Breymann, Baukonstruktionslehre II, Holz“, gedruckt im Jahr 1900. Dieses Buch ist eines seiner Lieblingsstücke und gilt als Klassiker der Holzverarbeitung. Kautz blättert durch das Werk und zeigt auf eine Zeichnung einer eleganten Holztreppe. „In diesem Buch sind die Pläne zu vielen anspruchsvollen Holzkonstruktionen enthalten, die damals jeder im Holzbau kennen musste“, erläutert er.
Obwohl Kautz als erfolgreicher Rapper bekannt ist, ist sein Interesse an der Holzverarbeitung mindestens genauso groß. Dies wird deutlich, wenn man das Erdgeschoss seines Hauses in Kleinmachnow betrachtet, einer Gegend, die oft als Inbegriff kleinbürgerlicher Vorstadtidylle angesehen wird. Das Buch stellt Kautz zurück in die selbstgebaute weiße Schrankwand, die er in einem Monat aus rund zwei Tonnen Buchenholz gefertigt hat.
Die Schubladen und Türen des Schranks sind schlicht und ohne Schnörkel, ganz im Stil der Shaker-Möbel, die für ihren minimalistischen Designansatz bekannt sind. Kautz ist ein Bewunderer dieses Stils, was auch die Viertelkreise in der Schrankwand bezeugen. „Ich habe mir den Namen Prinz Pi gegeben, weil Pi die Kreiszahl ist, die das Unendliche im Endlichen symbolisiert“, erklärt er. „Die Kreisformen in meinen Möbeln sind ein wiederkehrendes Element. Da wir zu viert im Haushalt leben, passen die vier Viertelkreise besonders gut.“
Auf sozialen Medien ist der Berliner inzwischen ein echter Geheimtipp für Do-it-yourself-Begeisterte. Die meisten seiner über 140.000 Instagram-Follower dürften ihm zwar wegen seiner Musik folgen, doch zunehmend teilt er auch Inhalte zu seinen DIY-Projekten. In seinen Videos zeigt er, wie er sein Haus renoviert, Möbel baut und restauriert oder welches Material sich am besten für eine Badewanne eignet.
Praktische Gründe hinter seiner Leidenschaft
Vom coolen Rapper zum sorgfältigen Heimwerker-Daddy – für Kautz ist das kein Widerspruch. Schon früh entwickelte er eine Leidenschaft für das Gestalten schöner Dinge. Neben seiner Musikkarriere studierte der gebürtige Berliner Kommunikationsdesign. Im Gegensatz zu anderen Rappern, die auf Luxusautos stehen, bevorzugt er alte Fahrzeuge. Sein handwerkliches Engagement begründet er mit praktischen Notwendigkeiten: Das von ihm erstandene Haus war klein, und viele Möbel passten einfach nicht hinein. „Deshalb kam der Gedanke auf, möglichst alles selbst zu machen, um den vorhandenen Platz optimal zu nutzen“, erklärt er.
Seine Heimwerkerprojekte auf Social Media erfreuen sich besonders bei jungen Vätern großer Beliebtheit. Kautz glaubt, dass es heutzutage einen großen Bedarf an praxisnahen Ratschlägen gibt, den traditionelle Quellen nicht immer abdecken. „Junge Väter wenden sich vielleicht eher an mich als an ihren eigenen Vater, weil sie die Dinge anders angehen möchten als die Generation vor ihnen“, sagt er.
Die Arbeit mit Holz bietet für Kautz gleich mehrere Vorteile: Der unmittelbare praktische Nutzen steht an erster Stelle, gefolgt von der Befriedigung, etwas Neues zu lernen, und schließlich der Möglichkeit, mit etwas Übung wirklich beeindruckende Werke zu schaffen. Obwohl er sich nicht für einen besseren Tischler als ausgebildete Fachleute hält, bevorzugt er es, Projekte selbst in die Hand zu nehmen. „Alles, was ich kann, habe ich mir selbst beigebracht“, betont er.
Trotz seines Eifers empfiehlt Kautz, bei Elektrik oder Gasinstallationen Experten zu Rate zu ziehen. Ansonsten aber kann man seiner Meinung nach fast alles selbst lernen und umsetzen. Er arbeitet gerade an einem Schreibtisch für seinen Sohn, wobei er großen Wert auf die passende Gestaltung legt, damit sich sein Sohn daran wirklich wohlfühlt.
Auf die Frage, wie seine Frau seine neue Leidenschaft für das Heimwerken findet, antwortet Kautz lächelnd: „Sie findet es gut. Eigentlich ist meine Frau das größere Talent bei uns. Sie kann fantastisch malen und zeichnen und ist in allen handwerklichen Bereichen geschickt. Ich bin hier eigentlich nur der Hausmeister.“
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Larissa Vogler ist Kulturjournalistin mit einer Leidenschaft für Filme, Serien und Shows. Sie liebt es, unentdeckte Perlen aufzuspüren und ihre Leser mit neuen Ideen zu begeistern.
