Auswandern nach Mallorca – Arbeitgeber vorher googeln

4 Okt, 2022
Ein Artikel von: Dagmar Grabsch

Foto: privat

Vor ein paar Tagen hat uns Martina Jahnke ihre traurige Auswanderergeschichte mit glücklichem Ausgang erzählt.

Spätestens dann, wenn man im Urlaub mit einem leckeren Cocktail in der Hand aufs Wasser schaut, hat jeder von uns schon einmal davon geträumt, wie es wäre, wenn man nicht wieder in den alten Trott zurück müsste.
Mallorca ist dabei bei Auswanderern besonders beliebt, denn die Nähe zu Deutschland macht es einfacher, Familie und Freunde nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Sprache, naja… nicht so wichtig, auf Malle spricht man ja deutsch und es gibt auch ausreichend deutsche Arbeitgeber.

Zusammen mit ihrem Mann ist Martina Jahnke 2021 nach Mallorca ausgewandert. Hier entschied sie sich für eine berufliche Pause, bis sie im Mai auf ein Stellenangebot aufmerksam wurde. Geboten wurde eine Vollzeitstelle zum 01.06. im Bereich Reinigung von Fincas und Ferienhäusern.
Pünktlich kam das Geld nie, aber als am 8.9. immer noch kein Geld da war, haben wir alle gesagt, ohne Lohn kommen wir nicht mehr, erzählt Martina.

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Dann ging es Schlag auf Schlag. Die Frau des Chefs, die auch die Leitung hatte, hätte dem Auftraggeber kurzerhand gesagt, dass keiner mehr kommen würde, weil sie die Löhne nicht mehr bezahlen könnten. Der Auftraggeber habe aber gezahlt, bekräftigt Martina uns gegenüber.
Glück im Unglück, letzte Woche konnte Martina ihrem alten Arbeitgeber kündigen und einen neuen Job anfangen. Das Geld vom alten Arbeitgeber? Dazu sagt Martina nur: „Er vertröstet uns immer wieder.“ Sie hätte in der Zwischenzeit allerdings schon viel über ihren Ex-Arbeitgeber gehört. Sie hätte allerdings kein Geld für einen Anwalt – und auch ihr Spanisch reicht nicht, um sich umfassender zu informieren.
So “gewinnt” wohl der Arbeitgeber…

Die Frage, ob sie wieder auswandern würde, beantwortet Martina mit einem klaren: „Ich würde es wieder machen.“ Sie bereut die Auswanderung nach Mallorca auf keinen Fall, würde sich aber vorher gründlich über den zukünftigen Arbeitgeber informieren. Google hätte auch in Martinas Fall so einige Fragen vorher beantwortet.

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