Böhmermann irrt! 15 Euro für ein Lachsbrötchen sind gerechtfertigt
Unser Kolumnist besucht leidenschaftlich gerne Weihnachtsmärkte, auch bei Regenwetter. Die dortigen Preise findet er aus triftigen Gründen keineswegs „unverschämt teuer“. Dies steht im Gegensatz zur Meinung von Jan Böhmermann, der sich kürzlich darüber mokierte.
Ich erinnere mich noch gut an jenen Heiligabend. Meine Schwester wohnte noch zu Hause, ich war vielleicht acht Jahre alt. Zusammen mit meinen Eltern und meiner Schwester fuhren wir im kantigen Mercedes Kombi zum Christkindlesmarkt in Nürnberg. Im Wiesenttal lag der Schnee 20 Zentimeter hoch. Der Fluss dampfte vor Kälte. Als wir in Nürnberg unser erstes Bratwurstbrötchen aßen, begann es zu schneien. Ich drehte am Wunschring eines Brunnens und dachte, dass es immer so sein sollte.
Heute sind es drei Grad Celsius in Erlangen und es regnet. Der Mann an der Rudolf-Eisenbahn baut noch auf. Wir kaufen gebrannte Mandeln für vier Euro. Dann helfen wir meiner Tochter, Wachssterne zu gießen, deren Erlös der örtlichen Kinder-Palliativstation zugutekommt.

