Liebe überwindet alle Hindernisse: Inder radelt 7.000 km nach Schweden

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Von : Tobias Grünwald

Liebe kennt keine Grenzen
        
          Inder radelt 7.000 km nach Schweden für die Liebe

Liebe kennt keine Grenzen, und für PK Mahanandia bedeutete das, eine unglaubliche Distanz von 7.000 Kilometern mit dem Fahrrad zurückzulegen, um seine große Liebe Charlotte von Schedvin in Schweden zu erreichen. Diese Reise unternahm er, weil ihm die finanziellen Mittel für moderne Verkehrsmittel wie Flugzeuge oder Busse fehlten. Stattdessen verkaufte er alles, was er besaß, und machte sich mit dem Fahrrad auf den Weg. Aber beginnen wir von vorn.

PK Mahanandia und seine Herkunft aus der Kaste der Unberührbaren

Die Lebensgeschichten von Pradyumna Kumar Mahanandia und Charlotte von Schedvin könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie stammt aus einer adeligen schwedischen Familie, während er in ärmlichen Verhältnissen als Mitglied der Unberührbaren in Odishas Dschungeln aufwuchs. Während Charlotte in Schweden ein behütetes Leben führte, erlebte Mahanandia in Indien Diskriminierung aufgrund seiner Kastenzugehörigkeit. In der Schule musste er hinten sitzen und durfte seine Mitschüler höherer Kasten nicht berühren. In einem Interview mit CNN beschrieb er die Demütigungen seiner Kindheit: „Ich war weniger wert als Hunde und Kühe. Wenn ich mich einem Tempel näherte, bewarfen mich die Leute mit Steinen. Das vergisst man nicht.“

Die vorhergesagte Liebe durch seine Mutter

Ein prägendes Ereignis in Mahanandias Leben war der Besuch eines britischen Schulinspektors und seiner Frau, als er neun Jahre alt war. Die Frau des Inspektors überreichte ihm trotz seiner Kastenzugehörigkeit eine Blumengirlande. Stolz zeigte er diese seiner Mutter, die ihm daraufhin aus einem Palmblatthoroskop prophezeite, dass er eine weiße Frau aus einem fernen Land heiraten werde. Diese Frau würde ebenfalls vom Sternzeichen Stier sein, Musik lieben und einen Wald besitzen. Dieses Gespräch bestimmte Mahanandias weiteres Leben, da seine Mutter beschloss, keine arrangierte Ehe für ihn zu suchen, was damals ungewöhnlich war.

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Der Durchbruch als Künstler durch ein Porträt

Nach seinem Schulabschluss entschied sich Mahanandia, Kunst in Neu-Delhi zu studieren, was ihm durch ein Stipendium ermöglicht wurde. Trotz anfänglicher Ablehnung wegen seiner Kaste änderte sich seine Situation schlagartig, als er ein Porträt der ersten Kosmonautin der UDSSR, Valentina Treskova, anfertigte und ihr dieses präsentierte. Das Porträt wurde begeistert aufgenommen und verhalf ihm zu internationaler Anerkennung.

Die Begegnung zwischen der schwedischen Adligen und dem indischen Künstler

Im Jahr 1975 traf Mahanandia in Delhi auf Charlotte von Schedvin, die mit Freunden auf dem Hippie-Trail nach Indien gereist war. Sie hörte von Mahanandias Talent und wollte sich von ihm porträtieren lassen. Als er sie sah, erkannte er, dass sie die Frau sein könnte, die seine Mutter prophezeit hatte. Er fragte sie nach ihrem Sternzeichen und ihren Interessen, und alles stimmte mit der Vorhersage überein. Überzeugt von ihrem Schicksal, besuchten sie gemeinsam Mahanandias Vater in Odisha, wo sie den Segen des Stammes erhielten.

Charlotte von Schedvins Rückkehr nach Schweden

Nach einer kurzen gemeinsamen Zeit musste Charlotte von Schedvin nach Schweden zurückkehren, um ihr Studium fortzusetzen. Um trotz der räumlichen Trennung zusammenzubleiben, verkaufte Mahanandia all seine Besitztümer, kaufte ein Fahrrad und machte sich auf den langen Weg durch verschiedene Länder. Nach über vier Monaten, während denen sie sich regelmäßig Briefe schrieben, erreichte er schließlich Schweden, wo sie heirateten. Heute lebt das Paar dort mit zwei Kindern.

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