Die Prinzessin, ihr Sex-Schamane – und ihr Weg in die Lächerlichkeit
Die norwegische Prinzessin Märtha Louise hat eine Dokumentation über ihr Leben produzieren lassen. Ihr Ehemann Durek Verret, ein Schamane mit exzentrischen Eigenheiten, präsentiert darin sein beeindruckendes Ego. Die Reaktionen in Norwegen sind weitgehend negativ.
Zu Beginn der Dokumentation „Rebel Royals“, die kürzlich auf Netflix veröffentlicht wurde, zeigt ein Kameraausschnitt das Paar bei einer spirituellen Sitzung, in der sie im Lotossitz sitzen, die Augen geschlossen und nach Luft schnappen, als ob sie gerade einen Fischgrätenhusten überwunden hätten. Verret erklärt, sie würden „negative Energien“ aushusten und „böse Geister“ aus ihren Körpern vertreiben, nachdem sie kurz zuvor mit Verstorbenen und Engeln kommuniziert hätten. Märtha Louise und Durek Verrett, so wird schnell klar, unterscheiden sich deutlich von anderen. In der 90-minütigen Doku sprechen sie über ihre Liebe, die feindselige Presse und das angeblich gegen Verrett eingestellte Königshaus.
Schamane mit haushohem Ego und Gucci-Klamotten
In Norwegen stößt der selbst ernannte „Schamane“ Durek Verrett aufgrund seiner ausgefallenen Behauptungen und Aktionen auf Skepsis. Der Kalifornier bezeichnet sich selbst als Mischwesen aus „Weltraumeidechse und Andromedaner“, bot während der Corona-Pandemie ein „Lichtamulett“ für 222 Dollar an, das angeblich vor Covid-19 schützen sollte, und behauptet, in einem früheren Leben ein ägyptischer König gewesen zu sein. Diese Aussagen haben seine Glaubwürdigkeit bei den analytisch denkenden Norwegern schnell untergraben.
Das norwegische Königshaus erlebt derzeit einen Ansehensverlust. Ab dem 3. Februar 2026 wird das Gericht in Oslo Marius Høiby, den Sohn von Prinzessin Mette-Marit, wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs verhandeln. Die Umfragen zeigen, dass 60 Prozent der Bevölkerung glauben, das Königshaus habe an Glaubwürdigkeit verloren.
Die Medien stellen sich vor das Königshaus
Verrett äußert in der Dokumentation den Wunsch, ebenfalls „ein Royal zu sein“ und zur Familie zu gehören. Er glaubt, dass er dem steifen Königshaus etwas Farbe verleihen könnte, und in Anbetracht seiner Kleidungswahl mag dies zutreffen. Doch er fühlt sich missverstanden und beklagt, dass er aus Sicht der Bevölkerung „deren Prinzessin gestohlen“ habe und macht sich über die nordische Bescheidenheit lustig, indem er vor der Kamera so tut, als müsse er sich übergeben.
Als Verrett das erste Mal dem Königspaar Harald und Sonja in einem Kimono und Cowboystiefeln begegnete, konnten diese ihre Verblüffung kaum verbergen. Dies deutete Verrett als Zeichen ihrer Ablehnung, denn er wollte „einfach nur ich selbst sein“. Zudem kritisierte er den König dafür, keine Ahnung vom täglichen Rassismus zu haben, dem er ausgesetzt sei.
Die Medien des Landes haben sich nun hinter das Königshaus gestellt. Die führende Zeitung „Aftenposten“ warf der Kronprinzessin vor, sie hätte ihren Ehemann zu sehr reden lassen, was einem „Vatermord“ gleichkäme.
Märtha Louise beklagt sich über die Presse, die sie verfolgen würde, während ihr Mann hinzufügt: „Die Medien mögen mich nicht.“ Sie deutet an, dass für schlechte Presse bezahlt werde, was die Zeitung „Aftenposten“ sarkastisch kommentiert, da sie ihre Hochzeit an ein Klatschblatt verkauft hatte.
Das Königshaus hat in einer seltenen Mitteilung bekannt gegeben, dass die Prinzessin und Verrett ein Abkommen gebrochen hätten, indem sie ihre wirtschaftlichen Aktivitäten, einschließlich dem Verkauf von „Lichtamuletten“, nicht von königlichen Angelegenheiten getrennt hätten.
Der Dokumentarfilm enthält viele unfreiwillig komische Momente und die Zeitung „Verdens Gang“ kommentierte, dass sich das Paar mit dieser Produktion der „völligen Lächerlichkeit“ preisgegeben hätte. Märtha Louise scheint jedoch mit dem astro-reptiloiden Schamanen ihren Seelenverwandten gefunden zu haben und zeigt sich in der Dokumentation überglücklich.
Währenddessen wächst in Norwegen die Debatte, ob es überhaupt sinnvoll ist, ein Königshaus zu unterhalten. Die Organisation „Norwegen als Republik“ hat ausgerechnet, dass die königliche Familie den Steuerzahler jährlich 53,7 Millionen Euro kostet, was für ein Land mit einem jährlichen Haushaltsüberschuss zwischen 40 und 50 Milliarden Euro und einem Ölfonds von 1,6 Billionen Euro vergleichsweise gering ist. Ein Leser kommentierte unter einem Artikel der „Aftenposten“: „Es ist schwierig, Märtha Louise für das zu respektieren, was sie tut“, und fügte hinzu, dass das Interesse an einer Republik dadurch gewachsen sei.
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Larissa Vogler ist Kulturjournalistin mit einer Leidenschaft für Filme, Serien und Shows. Sie liebt es, unentdeckte Perlen aufzuspüren und ihre Leser mit neuen Ideen zu begeistern.