Die Faszination und Kontroverse von Katzencafés
Ein Cappuccino in der Hand, umgeben von schnurrenden Katzen: In Katzencafés sind die Vierbeiner fester Bestandteil des Erlebnisses, ähnlich wie Möbelstücke. Für Betreiber solcher Cafés kann dies ein lohnendes Geschäft sein, doch es gibt auch kritische Stimmen und strenge Vorschriften.
Norman Wurm, der Manager des „Katzentempel“ in Köln, bestätigt lächelnd den Erfolg seines Cafés, das Teil einer deutschlandweiten Kette mit Standorten von Bremen bis Augsburg ist. Die Cafés sind beliebt, weil Katzen frei herumlaufen, auf Klettergerüsten spielen oder in gemütlichen Ecken schlafen. Die Anwesenheit der Katzen gibt dem Raum eine einzigartige Atmosphäre, und der Ausdruck „einen Kater haben“ bekommt hier eine ganz neue Bedeutung.
In Köln leben sechs Katzen im Café, alle Geschwister und aus dem Tierheim. Sie ziehen eine bunte Mischung aus Besuchern an, darunter Familien ohne eigene Haustiere und Tierliebhaber im Rentenalter. Der Betrieb ist besonders bei jüngeren Leuten beliebt, die das in warmen Farben gehaltene Café genießen, während die Katzen meistens schlummern.
Regeln für den Umgang mit den Katzen
Um die Sicherheit der Tiere zu gewährleisten, ist das Café mit doppelten Eingangstüren ausgestattet. Neuankömmlinge sollten sich zunächst mit dem „Katzen-Knigge“ vertraut machen, der Verhaltensregeln wie das Nichtstören schlafender Katzen und das Verbot, die Tiere zu füttern oder zu jagen, umfasst. Auch wird darum gebeten, Fotos ohne Blitz zu machen und auf die kleinen Gäste besonders Acht zu geben. Die Hygiene wird großgeschrieben, mit Speisen und Getränken, die sicher in Vitrinen aufbewahrt werden.
Katzen haben die besondere Fähigkeit, Menschen zu bezaubern, was nicht zuletzt an ihrem Aussehen und ihrem sanften Wesen liegt. Sie sind die heimlichen Stars der digitalen Welt, und Videos von ihnen füllen die sozialen Netzwerke. Dies trägt sicherlich zur Popularität der Katzencafés bei, in denen Besucher entspannen und die Gesellschaft der Katzen genießen können.
Die Idee der Katzencafés stammt ursprünglich aus Taiwan, wo 2004 das erste Café dieser Art eröffnete. In Europa startete das erste Katzencafé 2011 in Wien. In Deutschland sind solche Cafés besonders in größeren Städten zu finden und werden sowohl von Ketten als auch von unabhängigen Betreibern geführt. In diesen Cafés sind die Speisen oft vegan, und die Katzen kommen meist aus dem Tierschutz.
Obwohl Katzencafés viele Anhänger haben, stehen sie auch in der Kritik. Kritiker vergleichen sie oft mit Zoos, in denen Tiere nicht frei leben. Der Deutsche Tierschutzbund sieht die Kombination aus Café und Tierhaltung skeptisch, lehnt sie jedoch nicht grundsätzlich ab. Wichtig ist eine fachgerechte Betreuung der Tiere, die auch Rückzugsorte benötigen, sowie eine regelmäßige Kontrolle durch das Veterinäramt.
Im „Miezhaus“ lebt Kater „Professor“
Anja Krückemeier, die Betreiberin des „Miezhaus“ in Bielefeld, erzählt von der intensiven Arbeit, die das Führen eines Katzencafés mit sich bringt. Sie kümmert sich um alles, von der Zubereitung des Kuchens bis hin zur gesundheitlichen Versorgung der Katzen. Eines ihrer Tiere, der Kater „Professor“, ist bekannt für seine tollpatschige Art. Trotz der Herausforderungen sieht sie ihre Arbeit positiv, da alle ihre Katzen aus dem Tierschutz stammen und ohne ihre Hilfe möglicherweise nicht überlebt hätten.
Katzencafés bieten also nicht nur einen Ort der Entspannung und des Genusses, sondern stellen auch eine Chance für gerettete Tiere dar, in einer sicheren und liebevollen Umgebung zu leben.
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Larissa Vogler ist Kulturjournalistin mit einer Leidenschaft für Filme, Serien und Shows. Sie liebt es, unentdeckte Perlen aufzuspüren und ihre Leser mit neuen Ideen zu begeistern.