Artikeltyp:Meinung
Tierdokumentationen: Höhepunkte der Unterhaltungskunst
Videos von Tieren sind ein Vergnügen, das ich mit Millionen anderer teile. Besonders faszinierend sind die mit den unglaublichsten Geschichten, wie etwa „Tiger King“.
Neulich beim Abendessen, als wir auf den Oktopus warteten, gestand ich, dass ich gerne Tierfilme anschaue, was anscheinend auch viele andere tun. Die Reaktionen waren amüsant und motivierten mich, mehr über die spektakulärsten Clips zu erzählen.
Ein Schneeleopard jagt in den Himalayas eine Gämse, stürzt dabei hunderte Meter ab und überlebt unversehrt. Menschen füttern Nilpferde mit Wassermelonen, die diese spektakulär zerquetschen. Ein Bär bricht in einen Schweinekäfig ein und wird von den Bewohnern vertrieben.
Ein Weißer Hai wird in einem Unterwasserbeobachtungskäfig eingeschlossen, tobt darin herum und entkommt. Ein Mensch steigt unverletzt aus demselben Käfig. Mein Tischnachbar meinte, das sei sicher KI-gesteuert, was mich sprachlos machte, denn Tiere zu lieben bedeutet, an Wunder zu glauben.
Doch dann las ich von Karl Mitchell in Nevada, der sieben „Emotional Support Tigers“ beherbergt, was selbst in den USA rechtlich bedenklich ist. Mir schien die Vorstellung, dass sieben große Katzen seelische Unterstützung bieten, etwas gewagt.
Sein ursprünglicher Nachname war Schreibvogel
Wie man aus indischen Schauergeschichten weiß, können Tiger einem buchstäblich die Haare vom Kopf fressen. Ich erinnerte mich an die Netflix-Serie „Tiger King“, eine skurrile Geschichte über einen verwahrlosten Privatzoobesitzer und eine Tierschützerin. Falls Sie dieses Unterhaltungswunder verpasst haben, es ist noch verrückter, als es klingt.
Karl Mitchell und seine sieben Tiger gibt es wirklich; zwei davon stammen aus Joe Exotics Sammlung. Joe Exotic, gebürtig Joseph Allen Maldonado-Passage, hatte ursprünglich den Nachnamen Schreibvogel, was ihn, wie er sagt, traumatisierte (als Journalist finde ich den Namen eigentlich recht interessant). Fast ebenso traumatisierend: 2015 brannte Joe Exotics Alligatorengehege nieder. Eines der Tiere hatte zuvor mit Michael Jackson in „Neverland“ gelebt.
Zahlreiche exotische Tiere ohne gültige Papiere
Die Geschichte handelt von gequälten Tieren und Seelen, was natürlich alles andere als lustig ist. Doch die maßlose Übertreibung in der Haltung von sieben Tigern und die Dreistigkeit, dies als emotionale Unterstützung zu tarnen, hat mich tatsächlich zum Lachen gebracht.
Ob Mitchell seine Katzen auch auf Linienflügen begleiten lässt? Er ist definitiv kein Einzelfall. Auch auf Mallorca wurden bei einer Razzia zahlreiche exotische Tiere ohne gültige Papiere gefunden.
PS: Vielleicht sollte sich Mitchell einen Schneeleoparden zulegen. Der ist leichter. Und garantiert sturzsicher. Glaube ich.
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Larissa Vogler ist Kulturjournalistin mit einer Leidenschaft für Filme, Serien und Shows. Sie liebt es, unentdeckte Perlen aufzuspüren und ihre Leser mit neuen Ideen zu begeistern.
