Degenfilme feiern Comeback: Abenteuerklassiker erobern jetzt die Leinwand

Startseite » TV » Degenfilme feiern Comeback: Abenteuerklassiker erobern jetzt die Leinwand

Aktualisiert am :

Von : Jonas Reichert

Endlich wieder Mantel und Degen

Ein neuer Zweiteiler der klassischen Abenteuergeschichte bringt das Mantel‑und‑Degen‑Genre zurück ins deutsche Fernsehen: Das ZDF zeigt jetzt die Free‑TV‑Premiere einer aufwändig produzierten Neuverfilmung von Alexandre Dumas‘ „Die drei Musketiere“. Für Zuschauerinnen und Zuschauer bedeutet das: großes Historienkino mit prominenter Besetzung – ohne Kinokarte, direkt zu Hause oder per Stream in der Mediathek.

Die Inszenierung von Regisseur Martin Bourboulon setzt klar auf opulente Bilder und ein starbesetztes Ensemble. Im Zentrum stehen die drei Musketiere und ihr impulsiver Neuzugang D’Artagnan, deren Loyalität, Liebschaften und Feindschaften im Frankreich der Religionskonflikte zu einer Kombination aus Duellen, Intrigen und persönlichen Dramen führen.

Großes Budget, große Schauplätze

Die Produktion zählt zu den teuersten europäischen Projekten der jüngeren Zeit: die Kosten liegen bei deutlich über 70 Millionen Euro. Gedreht wurde unter anderem im Palais du Louvre und in der Kathedrale von Sens – Orte, die dem Zweiteiler seine visuelle Wucht verleihen. Das Drehbuch stammt von Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte.

Solche Summen sind in Europa selten und zeigen, dass historische Stoffe hierzulande wieder als Prestigeprojekte gelten. Die aufwendige Ausstattung und die prominenten Kulissen sollen die Serienruhe ebenso übertönen wie traditionelle Mantel‑und‑Degen‑Konventionen neu interpretieren.

Starbesetzung

Die Besetzungsliste liest sich wie ein Who’s‑who des französischen Kinos: Vincent Cassel spielt Athos, Eva Green verkörpert die rätselhafte Milady de Winter. François Civil ist als D’Artagnan zu sehen, Romain Duris als Aramis und Pio Marmai als Porthos. In weiteren Rollen treten Lyna Khoudri als Constance Bonacieux und Eric Ruf als Kardinal Richelieu auf.

Diese Kombination aus etablierten Namen und jüngeren Talenten trägt dazu bei, dem Stoff sowohl Gravitas als auch jugendliche Energie zu geben.

Siehe auch  Raabarbara sorgt für Wirbel: Hosen-Gate, Stoßburg und Pommes-Pizza im Fokus

Der erste Teil der Neuauflage lief bereits 2023 in den Kinos; nun holt das ZDF das Ereignis ins heimische Programm.

Sendetermine und Verfügbarkeit

Das ZDF zeigt die Teile hintereinander: „Die drei Musketiere – D’Artagnan“ läuft am Sonntag, 28. Dezember, um 22:00 Uhr im ZDF, der zweite Teil, „Milady“, folgt am Montag, 29. Dezember, um 22:15 Uhr. Beide Filme sind vorab oder parallel in der Mediathek abrufbar.

Wer historische Abenteuer in großer Bildsprache mag, findet hier eine barrierefreie Möglichkeit, hochbudgetierte europäische Produktion ohne Kinobesuch zu erleben.

Für das Publikum bedeutet die Ausstrahlung mehr als nur ein Wochenende mit Schwertkämpfen: Es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass aufwendige, klassisch erzählte Stoffe im Streaming‑ und TV‑Zeitalter wieder Zuspruch und Finanzierungen erhalten.

Ähnliche Artikel

Bewerten Sie den Artikel
Teilen Sie diesen Artikel :

Schreibe einen Kommentar