Paprikagewürz belastet: krebserregender Schimmel in beliebten Produkten

Startseite » Küche » Paprikagewürz belastet: krebserregender Schimmel in beliebten Produkten

Aktualisiert am :

Von : Markus Niedrig

Paprikapulver in Löffel und Paprikaschoten, Deutschland, Europa

Routinekontrollen haben ergeben, dass eine Paprika-Gewürzmischung möglicherweise Sporen eines als stark krebserregend eingestuften Schimmelpilzes enthält. Verbraucher werden gebeten, das betroffene Produkt nicht zu verzehren und es an den Verkaufsort zurückzugeben.

Betroffen ist die 100‑Gramm‑Packung der Paprika‑Gewürzzubereitung Aci Pul Biber der Marke Suntat, hergestellt von der BLG Kardesler GmbH in Mannheim. Die zuständigen Behörden veröffentlichen den Rückruf über das Portal lebensmittelwarnung.de.

  • Produkt: Paprika‑Gewürzzubereitung Aci Pul Biber
  • Marke: Suntat
  • Packungsgröße: 100 g
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 30.10.2027
  • Chargennummer: L A06
  • Hersteller: BLG Kardesler GmbH (Mannheim)
  • Vertriebsweg: Verkauf bei Kaufland
  • Betroffene Regionen: Baden‑Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland‑Pfalz und Saarland
  • Empfehlung: Nicht verzehren — in die Verkaufsstelle zurückbringen

Verkauf und Rückgabe

Nach Angaben der Behörden wurde die Gewürzzubereitung in mehreren Kaufland‑Filialen in fünf Bundesländern angeboten. Kundinnen und Kunden sollen das Produkt entweder in die Filiale zurückbringen, in der es gekauft wurde, oder den Hersteller kontaktieren; in der Regel erfolgt die Erstattung des Kaufpreises ohne Vorlage des Kassenbons.

Die Lebensmittelüberwachung in Baden‑Württemberg hatte bei Proben einen erhöhten Gehalt eines giftigen Schimmelpilzes nachgewiesen, der von Experten als stark krebserregend eingestuft wird. Deshalb hat der Hersteller die betroffene Charge vorsorglich aus dem Verkauf genommen.

Wie kommt es zu einer solchen Kontamination?

Solche Schimmelbefälle entstehen häufig schon bei der Ernte oder während der Trocknung, besonders bei feucht‑warmen Witterungsbedingungen. Gewürze können Schimmelsporen aufnehmen, wenn Lagerung oder Verarbeitung nicht optimal trocknen oder belüftet werden.

Für Verbraucher bedeutet das: Achten Sie auf ungewöhnlichen Geruch, Verfärbungen oder Klumpen in Gewürzen und lagern Sie offen angefangene Packungen möglichst trocken und luftdurchlässig.

Langfristige Aufnahme bestimmter Schimmeltoxine kann gesundheitliche Folgen haben; deshalb ist der Rückruf eine präventive Maßnahme. Besonders empfindliche Personen — etwa Schwangere, Kleinkinder oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem — sollten zusätzliche Vorsicht walten lassen.

Weitere Informationen und offizielle Hinweise finden sich auf lebensmittelwarnung.de. Als Quelle für die Meldung wird die dpa angegeben.

Ähnliche Artikel

Bewerten Sie den Artikel
Teilen Sie diesen Artikel :
Siehe auch  Ofenfreie Lasagne: So meistern Sie den Klassiker in der Pfanne!

Schreibe einen Kommentar