„In elitären Kreisen pflegte man Tätowierungen wie kostbare Juwelen“
Tätowierungen sind mittlerweile überall zu sehen, jeder vierte Deutsche besitzt mindestens eine. Doch wie hat sich der Kult um diese Körperkunst entwickelt? Und seit wann ist es üblich, sich das Gesicht tätowieren zu lassen? Ein Gespräch mit dem Kunstgeschichtler und Tattoo-Experten Matt Lodder.
Tätowierungen haben sich von Tabuzonen auf nahezu jede Körperstelle ausgebreitet. Der Kunstgeschichtler Matt Lodder erforscht die Entwicklung der Tätowierungen als eine Form der Kunst und verfolgt ihre Geschichte bis zu den christlichen Pilgern im Hochmittelalter zurück. In seinem neuesten Werk betrachtet Lodder die Professionalisierung der Tattoo-Szene seit dem 19. Jahrhundert und beschreibt, wie Tätowierungen von Symbolen der Seefahrer und exzentrischen Adeligen zu einem weitverbreiteten kulturellen Phänomen geworden sind. Er diskutiert die Einflüsse von sozialen Medien und Künstlern wie Lil’ Wayne auf die Normalisierung von Gesichtstätowierungen und erklärt, warum diese heutzutage so verbreitet sind.
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Larissa Vogler ist Kulturjournalistin mit einer Leidenschaft für Filme, Serien und Shows. Sie liebt es, unentdeckte Perlen aufzuspüren und ihre Leser mit neuen Ideen zu begeistern.
