Die Entdeckung eines beeindruckenden archäologischen Fundes im Süden von Norwegen begann mit einer alltäglichen Begebenheit. Der 39-jährige Jan Erik Aasvik, der mit seiner Familie in Kragerø lebt, besuchte seine Mutter auf der nahegelegenen Insel Jomfruland, weil sie beim Gärtnern ihren Ohrring verloren hatte. Zusammen mit seiner Frau und den Kindern machte er sich auf den Weg, um bei der Suche zu assistieren.
Auf der Suche nach Großmutters Ohrring mit einem Metalldetektor
Wie die Zeitung „Dagbladet“ berichtete, brachte Jan Erik einen Metalldetektor mit, den er bisher nur selten benutzt hatte. Obwohl das Gerät mehrfach anschlug und Jan Erik, mit Unterstützung seines kleinen Sohnes Cristoffer, intensiv suchte, blieb der Ohrring zunächst unauffindbar. Doch als der Metalldetektor plötzlich ein deutlich stärkeres Signal gab, vermuteten die beiden, dass sie möglicherweise auf etwas Bedeutendes gestoßen waren.
Ein echter Schatz: Was hatten sie entdeckt?
Jan Erik fing vorsichtig an zu graben und stieß etwa 30 Zentimeter unter der Erdoberfläche auf zwei metallische Objekte, die Ähnlichkeit mit Gürtelschnallen hatten. „Ich hatte keine Ahnung, was es war, aber es sah sehr alt aus“, erklärte er einer lokalen Zeitung. Er teilte ein Foto der Fundstücke in einer Facebook-Gruppe für Schatzsucher und erläuterte: „Ich bin zwar ein Anfänger, aber in dieser Gruppe gibt es viele, die weit mehr Erfahrung haben.“
Archäologin Vibeke Lia wurde aufmerksam
Die Archäologin Vibeke Lia wurde auf die Facebook-Fotos aufmerksam und machte sich umgehend auf den Weg zur Insel. Im „Dagbladet“ äußerte sie die Überzeugung, dass es sich um Artefakte aus der Wikingerzeit handelte, die erste Entdeckung dieser Art auf Jomfruland. Sie identifizierte die Objekte als Schnallen, die von Frauen und Männern in der Zeit zwischen 780 und 850 getragen wurden, reich verziert und wahrscheinlich in der dänischen Stadt Ribe hergestellt.
Vibeke vermutet eine Wikinger-Begräbnisstätte
Die Archäologin vermutet, dass diese Schnallen möglicherweise als Grabbeigaben dienten, da es üblich war, wohlhabende Wikinger mit ihrem Schmuck zu begraben. Jan Erik zeigte Umsicht, indem er die Fundstelle nach seiner Entdeckung den Experten überließ, was nun eine detaillierte Erforschung ermöglicht. Die geborgenen Teile des Wikinger-Schatzes sollen so schnell wie möglich in das kulturhistorische Museum der Universität Oslo gebracht werden, wo sie fachgerecht untersucht und datiert werden können.
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Tobias Grünwald, dreifacher Vater, teilt praktische Tipps und inspirierende Ideen für ein glückliches Familienleben. Mit Humor und Authentizität zeigt er, wie Familie zur Wohlfühloase wird.
