Janet und Max: Solo-Urlaube sollen Selbstbewusstsein stärken

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Von : Johanna Feldner

Janet und Max: Solo-Urlaube sollen Selbstbewusstsein stärken

Immer mehr Paare probieren getrennte Urlaube — und berichten von überraschend positiven Effekten. Warum dieses Modell gerade jetzt an Bedeutung gewinnt und wann es der Beziehung eher schadet, erläutert Paartherapeutin Nina Jares.

Gemeinsame Reisen bleiben für viele Partner wichtige Auszeiten. Doch Janet und Max, beide 30 und seit fast sechs Jahren zusammen, haben einen festen Ablauf: neben mehreren gemeinsamen Trips planen sie ein- bis zweimal jährlich jeweils zwei bis vier Wochen allein unterwegs. Für sie bedeutet das nicht Distanz, sondern eine Art Beziehungspflege.

Getrennt verreisen kann helfen, eigene Interessen zu pflegen und neue Impulse in die Partnerschaft zurückzubringen. Gleichzeitig birgt das Konzept Risiken, wenn Erwartungen, Regeln oder Vertrauen fehlen.

Was Paare davon haben — und was gefährlich werden kann

Therapeutin Nina Jares weist darauf hin, dass der Effekt stark von der persönlichen Situation abhängt. Entscheidend seien klare Absprachen und die Qualität der Kommunikation.

Zwei Menschen führen ein offenes Gespräch über Regeln und Erwartungen für getrennte Urlaube
Klare Absprachen sind das Fundament für erfolgreiche Solo-Urlaube.

  • Vorteile: Mehr Selbstbestimmung, persönliche Weiterentwicklung, frische Gesprächsthemen nach der Rückkehr.
  • Risiken: Wenn ein Partner die Zeit zur emotionalen Flucht nutzt oder Eifersucht ungeklärt bleibt, können Distanz und Misstrauen wachsen.

Geeignet für Nicht empfehlenswert bei
Paare mit stabilem Vertrauen und offener Kommunikation Beziehungen mit ungelösten Konflikten oder starker Eifersucht
Menschen, die eigenständige Interessen pflegen wollen Wenn einer die Zeit zur Vermeidung von Problemen nutzt

Praktische Regeln für getrennte Urlaube

Wer getrennte Reisen ausprobieren möchte, kann mit wenigen Absprachen viele Probleme vermeiden. Hilfreich sind kurze, verbindliche Vereinbarungen vorab — zum Beispiel zum Kontaktrhythmus, zur Kostenaufteilung oder zum Umgang mit gemeinsamen Verpflichtungen.

Konkrete Tipps:

  • Vorab Erwartungen klären: Was ist erlaubt, was nicht?
  • Regelmäßige Updates vereinbaren, damit Eifersucht nicht Raum gewinnt
  • Rückkehr bewusst planen: Zeit für Austausch und gemeinsame Aktivitäten einbauen

Getrennte Urlaube können eine Beziehung beleben — vorausgesetzt, beide Partner verstehen sie als Ergänzung, nicht als Flucht. Wer unsicher ist, profitiert davon, das Thema frühzeitig gemeinsam oder mit externer Beratung zu besprechen.

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