Die Kunst des Teekochens: Wichtigkeit und Variation der Ziehzeit
Ein warmer Tee kann in der kalten Jahreszeit besonders wohltuend sein. Je nach Teesorte kann der regelmäßige Genuss zudem positive Auswirkungen auf deine Gesundheit haben.
Grüner Tee beispielsweise kann Entzündungen hemmen und dank einer hohen Konzentration an Polyphenolen und Flavonoiden die Zellen vor oxidativem Stress schützen. Darüber hinaus fördert er die Fettverbrennung, was ihn zu einem hilfreichen Begleiter beim Abnehmen macht. Grüner Tee ist hierbei besonders wirkungsvoll.
Tee: Ein beliebtes Heißgetränk
Die gesundheitlichen Benefits, die Vielfalt der Teesorten und die unkomplizierte Zubereitung tragen zur großen Beliebtheit von Tee bei. Meist genügt es, einen Teebeutel für einige Minuten in heißes Wasser einzuhängen, um ihn anschließend genießen zu können.
Die ideale Ziehdauer wird oft von den Herstellern auf der Verpackung oder am Teebeutel angegeben und variiert je nach Teesorte. Was geschieht jedoch, wenn der Tee länger zieht als empfohlen?
Überzogene Ziehzeit beim Tee
Das Bild der vergessenen Tasse Tee dürfte vielen bekannt vorkommen. Oft lassen wir den Tee ziehen und kühlen, während wir uns anderen Dingen widmen – und vergessen ihn dann, was zu einer zu langen Ziehzeit führt.
Trotz einiger Mythen stellt überzogener Tee jedoch kein Gesundheitsrisiko dar. Du kannst ihn weiterhin bedenkenlos trinken, auch wenn er möglicherweise bitter schmeckt. Viele Teesorten entwickeln bei zu langer Ziehzeit einen bitteren Geschmack.
Reduzierter Koffeingehalt
Bei längerer Ziehzeit können bestimmte Inhaltsstoffe besser aus den Teeblättern extrahiert werden. Dies betrifft vor allem grünen und schwarzen Tee, die Koffein und Polyphenole, auch Gerbstoffe genannt, enthalten.
Während Koffein bereits nach ungefähr drei Minuten vollständig gelöst ist, geben die Teeblätter ab circa fünf Minuten zunehmend Gerbstoffe ins Wasser ab. Diese binden das Koffein und können dadurch die stimulierende Wirkung des Tees verringern. Sie sind außerdem für den bitteren Geschmack verantwortlich.
Gerbstoffe bei Magenproblemen
Polyphenole haben antioxidative und gesundheitsfördernde Eigenschaften und können entzündungs- sowie krebshemmende Effekte haben. Zudem binden sie nicht nur Koffein, sondern auch Wasser im Darm, wodurch sie als Hausmittel gegen Durchfall verwendet werden können.
Schwarzer Tee eignet sich hierfür besonders, wenn er absichtlich lange (etwa 15 Minuten) ziehen gelassen wird, um eine hohe Konzentration an Tanninen zu erreichen. Trotz des bitteren Geschmacks sollte dabei auf Zucker oder andere Süßungsmittel verzichtet werden, da diese abführend wirken können.
Empfohlene Ziehzeiten verschiedener Teesorten
Im Allgemeinen solltest du deinen Tee etwa folgendermaßen ziehen lassen:
- Grüner Tee: 1-3 Minuten
- Schwarzer Tee: 2-5 Minuten
- Weißer Tee: 2-3 Minuten
- Früchtetee: 5-10 Minuten
- Kräutertee: 5-10 Minuten
Dieser Artikel erschien auch auf FIT FOR FUN.
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Markus Niedrig ist ein begeisterter Hobbykoch, der traditionelle Rezepte mit modernen Einflüssen kombiniert. Seine Liebe zur Küche inspiriert Menschen, das Kochen als tägliches Abenteuer zu genießen.
