Designer Plüschmonster erobern die Modewelt: Jetzt auch an Männerhandtaschen!

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Von : Larissa Vogler

Süße Plüschmonster, die an Designerhandtaschen baumeln – auch an denen harter Männer

Süße Plüschmonster als trendiges Accessoire an Designerhandtaschen

Das Plüschwesen „Labubu“ hat die Welt der Popkultur im Sturm erobert und zeigt, dass selbst Männer für Handtaschen schwärmen können, wenn sie mit dem richtigen Accessoire versehen sind. Dieses kleine Monster kombiniert Niedlichkeit mit einer frechen Note und trifft damit genau ins Schwarze.

Während einige Modeaccessoires protzig Reichtum zur Schau stellen, gibt es andere, die eher subtil ihre Charme spielen lassen. „Labubu“, der Plüsch-Schlüsselanhänger, gehört definitiv zur zweiten Kategorie. Mit einem Startpreis von nur zehn Euro ist er nicht nur erschwinglich, sondern mit seinen Kaninchenohren, den spitzen Zähnen und dem zotteligen Fell auch ein echter Hingucker. Nicht nur die Fans des bunten K-Pop sind von ihm begeistert.

Stars wie Lisa Manobal von der südkoreanischen Girlgroup „Blackpink“ haben ebenfalls zu seiner Beliebtheit beigetragen. Sie präsentiert ihren 100 Millionen Instagram-Followern gerne ihre Louis Vuitton-Tasche, geschmückt mit den kleinen Monstern. Auch Berühmtheiten wie Rihanna und Dua Lipa zählen zu den Bewunderern von „Labubu“, was für den Hongkonger Künstler Kasing Lung, den Schöpfer dieser Plüschfiguren, natürlich ein Marketing-Glücksfall ist.

Das Vermarktungskonzept von „Labubu“ ist zwar nicht neu, aber effektiv. Die Figuren sind oft nur in limitierter Auflage erhältlich, was eine künstliche Verknappung erzeugt und die Begehrlichkeit steigert. Dazu kommt das Prinzip des „Blind Boxing“, ähnlich wie bei Pokémon, bei dem Käufer vorab nicht wissen, welche Figur sie erhalten werden. Diese Ungewissheit und die Hoffnung, das Lieblingsmodell zu ergattern, lassen die Kunden gerne zahlen.

„Labubu“ entstammt ursprünglich der Buchreihe „The Monsters“, die Kasing Lung 2015 veröffentlichte. Inspiriert von der nordischen Mythologie, hat Lung die Figur so lebendig gestaltet, dass sie als Inbegriff von Popkultur gilt. Sie sind süß, sie sind frech – sie sind wie ein Spiegelbild dessen, was viele sein möchten.

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Selbst die härtesten Männer finden Gefallen an „Labubu“. Der britische Rapper Central Cee, bekannt für seine schweren Silberketten und den voll tätowierten Hals, zeigt sich neuerdings mit einem Plüsch-„Labubu“ an seiner „Birkin Bag“.

Diese Schlüsselanhänger und Männer-Handtaschen scheinen eine interessante Symbiose einzugehen. Obwohl der Verkauf von „Men’s Bags“ stetig zunimmt, sind sie für viele Männer immer noch ein Symbol ernsthafter Reife. Ein Plüschtier als Accessoire kann diese Schwere jedoch schnell neutralisieren und signalisieren: „Alles halb so wild“ – eine Art Selbstberuhigung.

Kasing Lung selbst mag durch seine Kreation „Labubu“ beweisen, dass der traditionelle Kunstmarkt sich zunehmend der Popkultur öffnet. Wie das Magazin „GQ“ berichtet, wurden bereits Werke von ihm für knapp 39.000 Euro verkauft. Künstler wie Banksy und KAWS haben diesen Trend vorgezeichnet.

Als Pionier dieser Verschmelzung von Kunst und Kommerz gilt der Japaner Takashi Murakami mit seiner „Superflat“-Bewegung. Murakami, der stark von Manga und Anime beeinflusst ist, hat diese Schnittstelle genau untersucht und sowohl Tiefe als auch Oberflächlichkeit in der zeitgenössischen japanischen Kultur betont. Murakami arbeitet ebenfalls mit Marken wie Louis Vuitton zusammen, an deren Produkten derzeit viele „Labubus“ zu sehen sind.

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