Holzoptik-Fliesen: Trend oder Modeflop wie eine Fake Louis-Vuitton?

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Von : Larissa Vogler

„Fliesen in Holzoptik sind wie eine falsche Louis-Vuitton-Tasche“

„Fliesen in Holzoptik sind vergleichbar mit einer nachgemachten Louis-Vuitton-Tasche“

Wie geht zeitloses Renovieren? Und warum ist eine Imitation manchmal besser als das Original? Kamilla Sandberg verkauft vorrangig handgefertigte Fliesen für Bäder und Küchen und kennt die Antworten auf diese Fragen.

Dreizehn Tonnen handgefertigte Fliesen aus europäischen Ländern wie Spanien, Portugal, Frankreich und Italien präsentiert Kamilla Sandberg in ihrem Showroom im Kölner Belgischen Viertel. Neben Naturstein und industriell gefertigtem Feinsteinzeug bietet sie auch Tapeten, Wandfarben, Stoffe und Badezimmerzubehör an – alles sorgfältig ausgewählt. Doch der Schwerpunkt liegt auf den Fliesen aus kleinen Familienbetrieben. Für ein individuelles und kein standardisiertes Baumarkt-Bad ist man bei der Altertumswissenschaftlerin an der richtigen Adresse. Schon beim Betreten des Ladens spürt sie, welche Fliesenart zu einem Kunden passt.

WELT: Viele streben ein zeitloses Baddesign an. Was halten Sie davon?

Kamilla Sandberg: Zeitlosigkeit ist ein schwieriges Konzept. Wir leben in einer Zeit, die uns prägt. Selbst die zeitlose Schönheit eines Gemäldes von Botticelli wurde erst nach Jahrhunderten erkannt. Viele Kunden wünschen sich zeitlose Fliesen, doch oft verbirgt sich dahinter Unsicherheit. Ein häufiger Satz ist: Was, wenn mir das in ein paar Jahren nicht mehr gefällt? Viele fürchten, sich an einer Farbe sattzusehen. Unsinn! Wenn Sie Ihr Leben lang Grün mochten, werden Sie es auch morgen noch mögen. Sie sind doch kein Teenager mehr, der ständig seinen Stil wechselt!

Siehe auch  Liebe zum Hass: Kann man lernen, das Unmögliche zu mögen?

WELT: In letzter Zeit waren Interieurs in Milchkaffeefarben modern. Ist Beige auch bei Ihnen gefragt?

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