Eine aktuelle Studie aus Oxford legt nahe: Schon moderate Alkoholmengen können die Ansammlung von Fett im Bauchraum deutlich erhöhen — und damit das Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Für viele Alltags-Trinker bedeutet das: Das Glas am Abend ist nicht nur Kalorien, sondern ein potenzieller Gesundheitsfaktor.
Warum Fett am Bauch mehr als nur ein kosmetisches Problem ist
Nicht jede Körperfett-Zunahme ist gleich. Im Fokus stehen die tiefen Fettdepots rund um Organe, das so genannte viszerale Fett. Dieses Fettgewebe ist metabolisch aktiv und setzt Substanzen frei, die Entzündungen und Stoffwechselstörungen fördern können.
Der Ernährungsmediziner Thomas Kurscheid weist darauf hin, dass diese Prozesse langfristig mit ernsten Erkrankungen verbunden sind – darunter Typ-2-Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall. Deshalb zählt nicht nur das Körpergewicht, sondern besonders die Verteilung des Fetts im Körper.
Die Studie: Welche Mengen sind problematisch?
Die Forscher aus Oxford haben den Zusammenhang zwischen wöchentlichen Trinkmengen und dem Anteil an viszeralem Fett untersucht und kommen zu überraschend niedrigen Schwellenwerten.
| Geschlecht | Beispiel für Wochenkonsum | Geschätzte Zunahme des viszeralen Fettes |
|---|---|---|
| Männer | ca. 8 Gläser Wein à 0,2 l (≈ 1,6 l) | rund +14 % |
| Frauen | etwa 5 Gläser Wein pro Woche | etwa +17 % |
Diese Zahlen verdeutlichen: Bereits Mengen, die viele für moderat halten, können messbare Effekte auf die Fettverteilung haben. Frauen reagierten in der Studie empfindlicher auf vergleichbare Mengen.
Was bedeutet das für den Alltag?
Für Leserinnen und Leser heißt das konkret: Die Frage ist nicht nur „Wieviel wiege ich?“, sondern „Wo sitzt mein Körperfett?“ und wie häufig Konsummuster über die Wochen verteilt sind. Regelmäßiger Alkoholkonsum, selbst ohne sichtbare Gewichtszunahme, kann die innere Fettansammlung fördern und so langfristig die Gesundheit beeinträchtigen.
- Alkohol reduzieren: Weniger Trinktage pro Woche und kleinere Portionen senken das Risiko für viszerales Fett.
- Bewusste Portionsgrößen: Ein 0,2‑Liter-Glas Wein ist kleiner als viele Serviergrößen — darauf achten.
- Ausgleich durch Bewegung: Regelmäßige Ausdauer- und Kraftübungen unterstützen den Fettabbau im Bauchraum.
- Ernährung anpassen: Proteinbetonte, ballaststoffreiche Kost und geringerer Zucker- und Fettanteil helfen, Fettdepots zu reduzieren.
- Alcohol-free Tage: Mehrere alkoholfreie Tage pro Woche können die Gesamtbilanz deutlich verbessern.
Fazit
Die Oxford-Studie liefert aktuelle Hinweise, dass schon moderate Alkoholmengen die gefährlichen Fettdepots im Bauch verstärken können. Für die Gesundheit zählt deshalb nicht nur die Menge, die einmalig konsumiert wird, sondern die regelmäßige Wochenbilanz. Kombiniert mit Bewegung und angepasster Ernährung lässt sich das Risiko jedoch deutlich mindern.
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Markus Niedrig ist ein begeisterter Hobbykoch, der traditionelle Rezepte mit modernen Einflüssen kombiniert. Seine Liebe zur Küche inspiriert Menschen, das Kochen als tägliches Abenteuer zu genießen.
