Esther Schweins gehört zu den prominenten Neuzugängen der aktuellen „Let’s Dance“-Staffel – und ihre Teilnahme hat mehr Gewicht als reines Entertainment: Die Schauspielerin sieht in der Show eine Chance, eine künstlerische Seite neu zu entdecken und vergangene Schicksalsschläge öffentlich zu verarbeiten. Am 27. Februar startet die Tanzsendung in die neue Runde, in der Schweins zu den 14 Teilnehmenden zählt.
Kurzprofil: Wer ist Esther Schweins?
Geboren: 18. April 1970 in Oberhausen. Lebensorte: Berlin und Mallorca.
Die Schauspielerin wurde einem breiten Publikum in den 1990er-Jahren bekannt und ist Mutter von zwei Kindern. Ihren Durchbruch verdankt sie vor allem der frühen Comedyarbeit im deutschen Fernsehen.
Weg in die Öffentlichkeit
1993 gehörte Schweins zu den Protagonistinnen der neuen Sendung, die das Genre Comedy im deutschen Privatfernsehen prägte. Mit prägnanten Sketchen und Parodien erreichte sie schnell Aufmerksamkeit und kritische Anerkennung.
Für ihre Arbeit erhielt sie mehrere Auszeichnungen und wechselte später ins Schauspielfach: Engagements in Formaten wie Tatort, Das Traumschiff oder den Verfilmungen aus der Donna Leon-Reihe gehören zu ihrem Repertoire. Zusätzlich arbeitete sie als Regisseurin für Bühne und Unterhaltung.
Warum jetzt „Let’s Dance“?
Schweins begründet ihr Mitwirken nicht allein mit dem Spaß an der Show. Sie betont, dass sie bewusst eine künstlerische Herausforderung sucht und sich endlich intensiv dem Tanzen widmen möchte. Die Teilnahme ist für sie auch eine Gelegenheit, sich neu auszuprobieren und das Publikum anders zu erreichen.
Für die TV-Produktion bringt das Engagement einer erfahrenen Bühnenkünstlerin zusätzliche dramaturgische Tiefe: Kandidaten mit ausgeprägter Bühnenerfahrung verändern oft die Dynamik in Live-Shows, weil sie bekannte Erzählstränge – Entwicklung, Rückschläge, emotionale Momente – stärker ausspielen können.
Auszeichnungen und Karrierehöhepunkte
Bereits in ihren frühen Jahren in der Comedy-Szene wurde Schweins mehrfach geehrt. In den Jahren danach folgten Film- und Theaterengagements sowie Regiearbeiten, die ihr Profil als vielseitige Künstlerin festigten.
Privates: Rückschläge und Engagement
Persönliche Erfahrungen prägen ihr öffentliches Bild: Schweins überlebte 2004 die verheerende Flutkatastrophe in Südostasien zusammen mit ihrer Mutter. Den Tod ihres Lebensgefährten und Vaters ihrer Kinder – eines Mallorquiner, der 2017 an Krebs verstarb – hat sie offen thematisiert.
Außerdem ist Schweins außerhalb der Bühne aktiv: Gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Mücke moderiert sie den Podcast „Unglaublich krank – Patienten ohne Diagnose“, in dem seltene Erkrankungen und Betroffenen-Geschichten im Zentrum stehen.
Wen betrifft das?
Für Zuschauerinnen und Zuschauer bedeutet Schweins’ Teilnahme vor allem: mehr Persönlichkeit und erzählerische Tiefe in der Live-Show. Fans, die ihre Entwicklung als Entertainerin verfolgt haben, bekommen die Chance, sie in einer neuen Disziplin zu erleben; zugleich dürfte ihr Hintergrund Gespräche über Resilienz und künstlerische Neuorientierung anstoßen.
Weitere Fakten in Kürze
- Politisch: Schweins warb 2002 öffentlich für Gerhard Schröder (SPD).
- Mediales Engagement: Sie berichtet und spricht öffentlich über Erkrankungen und Betroffene im Rahmen ihres Podcasts.
- Privatleben: Mutter von zwei Kindern; frühere Lebenspartnerschaft endete durch den Tod des Partners.
Die Kandidaten der Staffel
Neben Esther Schweins treten in der Staffel unter anderem folgende Prominente an:
- Gustav Schäfer
- Jan Kittmann
- Joel Mattli
- Milano
- Ross Antony
- Simon Gosejohann
- Willi Whey
- Anna-Carina Woitschack
- Betty Taube
- Bibi Heinicke
- Esther Schweins
- Nadja Benaissa
- Sonya Kraus
- Vanessa Borck
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Jonas Reichert ist ein leidenschaftlicher TV-Kritiker, der die neuesten Shows und Serien analysiert. Mit Fachwissen und Humor bringt er seinen Lesern die faszinierende Welt des Fernsehens näher.
