Felix Lobrecht Kritik: Sind seine Gegner weltfremd?

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Von : Larissa Vogler

Die Felix-Lobrecht-Kritikerinnen leben weit entfernt von der Realität

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Die Kritiker von Felix Lobrecht haben den Bezug zur Realität verloren

Das ARD-Fernsehen hat kürzlich das Stand-up-Comedyprogramm von Felix Lobrecht ausgestrahlt. Während das Publikum herzhaft lachte, übten insbesondere einige Frauen Kritik; sie warfen ihm Sexismus und Rassismus vor. Doch das greift zu kurz.

Felix Lobrecht, beruflich als Comedian tätig, scherzte zuletzt über Frauen, Menschen mit Behinderungen und Personen mit Migrationshintergrund. Unter den Zuschauern befanden sich auch Vertreter dieser Gruppen, und sie haben sich köstlich amüsiert.

Einige Aktivistinnen jedoch finden daran nichts Lustiges. Sie behaupten, Lobrecht würde Misogynie, Rassismus und Ableismus – ein Lieblingsbegriff in diesen Kreisen – fortwährend reproduzieren. Und schlimmer noch, die ARD überträgt das auch noch. Nach dem Vorfall mit Thilo Mischke wirft das feministische Kollektiv „Feminist Shelf Control“ der Sendeanstalt erneut Versagen vor.

Annika Brockschmidt und Rebekka Endler, die Köpfe hinter dem Kollektiv, machen deutlich, dass sie neben Mischke auch Lobrecht aus dem Programm haben wollen. Sie äußerten sich in den sozialen Medien: „Ernsthaft ARD, Lobrecht? Müssen wir wirklich alles für euch richten, damit man euren Bildungsauftrag noch ernst nimmt?“ Sie kritisierten früher nie den Bildungsbegriff der ARD, nutzen ihn jetzt aber plötzlich gegen kontroverse Comedy.

Was ist passiert? Nach den Tagesthemen sendete die ARD Lobrechts Programm „All you can eat“, welches später auch in der Mediathek verfügbar war. Lobrecht tourte zwei Jahre mit diesem Programm, trat in großen Hallen auf und erreichte fast eine halbe Million Zuschauer. Das Material der Tour wurde von seinem Team gefilmt und schließlich der ARD verkauft, die sich dadurch neue Zuschauersegmente erhofft.

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Der 36-jährige Comedian, der auch den erfolgreichen Podcast „Gemischtes Hack“ mit Tommi Schmitt betreibt, scherzte über die Zusammenarbeit: „Ich glaube, das ist eine Kombination, von der niemand wusste, dass er sie braucht. Mein Publikum hat sich über die Jahre verbreitert, von früher 20 bis 30 Jahren bis jetzt eher 16 bis 50 Jahre.“

In seinem Programm geht es oft um Frauen und Sex. Einer seiner Witze: Viele junge Frauen zeigen auf Instagram stolz ihr Sexspielzeug und sagen: „My new boyfriend.“ Lobrecht imitiert dann die Kommentare: „Yeah, you go girl. Zeig es ihnen!“ Er hinterfragt, ob Selbstbefriedigung wirklich ein feministisches Statement ist. Dann folgen professionelle Pointen und die Umkehrung traditioneller Rollenbilder.

In einer anderen Szene erzählt Lobrecht von einer Begegnung mit einem todkranken jungen Mann, dessen letzter Wunsch es war, seinen Lieblingscomedian zu treffen. Lobrecht scherzt über die Sinnlosigkeit eines teuren Geschenks, da der Mann bald sterben würde – auch das eine gut gemachte Pointe.

Die kontroversesten Witze Lobrechts wurden aufgeführt. In den USA würde dies wahrscheinlich niemanden stören. Doch aus den Tiefen des Internets kommen die immer gleichen roboterhaften Vorwürfe, dass es Witze auf Kosten marginalisierter Gruppen seien. Doch gute Comedy ist die, die zum Lachen bringt, und das hat Lobrecht definitiv erreicht.

Die Kritik zeigt eine wachsende Unfähigkeit, Witze vorrangig nach ihrer handwerklichen Qualität zu beurteilen. Die sogenannte „Wokeness“-Bewegung benutzt die Moral als einziges Werkzeug, das selten zur Realität passt. Interessant ist auch der Neid, der durch die Kritik hindurchscheint. Lobrecht, ein Comedian aus einfachen Verhältnissen, vermag es, eine Sprache für die Schicht zu finden, die linke Aktivistinnen eigentlich erreichen möchten. Er versteht und repräsentiert marginalisierte Gruppen glaubwürdiger als seine Kritiker.

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