Ineos Grenadier: Überrollt jedes Hindernis – Höher, breiter, kompromissloser!

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Von : Larissa Vogler

Höher, breiter, kompromissloser – der Ineos Grenadier überrollt fast jedes Hindernis

Größer, breiter, unaufhaltsam – der Ineos Grenadier meistert jede Herausforderung

Der Ineos Grenadier hat eine Vorliebe für das Grobe und gilt als der legitime Nachfolger des Land Rover Defender. Mit einer Bodenfreiheit von 45 Zentimetern verwandelt sich dieses Sondermodell in eine wahre Bergsteigermaschine.

Kann mir jemand eine Leiter reichen? Obwohl ich eine stattliche Größe von 1,89 Meter habe, kommt mir neben diesem Ineos Grenadier vor, als wäre ich ein Zwerg. Wir sprechen hier nicht über eine Standardausführung des robusten Geländewagens, die bereits für sich genommen beeindruckend ist. Dieser Grenadier basiert auf sogenannten Portalachsen, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem schwäbischen Spezialunternehmen Letech. Durch ein einzigartiges Getriebe an der Radnabe erhebt sich der kraftvolle Brite noch weiter: Die Bodenfreiheit steigt von bereits bemerkenswerten 26 auf beeindruckende 45 Zentimeter. Und weil das Getriebe Platz benötigt, wird der Grenadier auch gleich ein paar Zentimeter breiter. Wählt man dann noch den Quartermaster, also die Pick-up-Version mit offener Ladefläche, fühlt man sich endgültig wie in einem Lastwagen – sobald man es hinter das Steuer geschafft hat.

Ich kämpfe mich mühsam an den massiven Griffen im Cockpit hoch, steige auf die stählerne Trittleiste, schwinge mich in den Fahrersitz – und plötzlich sehe ich die Welt aus einer Vogelperspektive. Ein VW Tiguan erscheint von hier oben wie ein Spielzeug, selbst einem Mercedes-G-Klasse sehe ich aufs Dach. Die umgebenden Muldenkipper verlieren ihren Schrecken, und für einen Moment spiele ich mit dem Gedanken, mir von den riesigen Baggern links und rechts etwas auf die Ladefläche kippen zu lassen.

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Muldenkipper und Bagger? Der Grenadier ist kein schicker Boulevard-Cruiser, sondern ein stolzer Schmutzfink – gemacht für Expeditionen, Baustellen und den Bergbau. Da Afrika weit entfernt ist und die Fähren nach Island ausgebucht sind, habe ich mich in Europas größten Steinbruch im Vogelsberg begeben, um diesen ultimativen Traumwagen für Schmutzliebhaber und Tiefbauexperten zu testen.

Das passt perfekt. Denn hier klettert er tatsächlich über Felsen, die so groß wie Medizinbälle sind, erklimmt steile Hänge und pflügt durch knietiefen Sand und Schotter, wobei er so viel Staub aufwirbelt, dass man bald nichts mehr sehen kann. Und das in einem Gebiet, in dem die Mitteldeutsche Hartsteinindustrie jährlich etwa eine Million Tonnen Basalt abbaut – hauptsächlich für den Straßenbau. Doch der Grenadier wartet nicht, bis aus dem Basalt der Vogelsberge das Fundament einer neuen Autobahn entsteht. Mit seinen Portalachsen braucht er keine Straßen mehr – er bevorzugt es „on the rocks“.

Unbegrenzte Freiheit bis ans Ende der Welt

Angetrieben wird der Grenadier von kraftvollen BMW-Reihensechszylindern, wahlweise als Diesel mit 249 PS oder als Benziner mit 286 PS. Damit durchquert er unerbittlich jedes Terrain. Während der Lärm im Steinbruch von den Basaltwänden widerhallt und leise der Schotter rieselt, macht der Grenadier nicht den Eindruck, als würde er vor dem Ende der Welt noch einmal anhalten müssen – höchstens zum Tanken. Zum Amphibienfahrzeug reicht es zwar nicht, obwohl die grobstolligen 37-Zoll-Reifen, die mit Ringen an den Felgen befestigt sind, ihn fast übers Wasser tragen würden. Doch mit der gestiegenen Bodenfreiheit erhöht sich auch die Wattiefe: Mehr als 1,05 Meter tiefes Wasser müssen Bäche oder Flüsse schon bieten, um den Grenadier aufzuhalten.

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Die Idee der Portalachsen ist zwar nicht neu, aber sie bleibt eine Rarität. Abgesehen von einigen Spezialanbietern wie Letech, bietet so etwas in der Regel nur Mercedes bei der G-Klasse an – und das eher für den Stadtverkehr als für unwegsames Gelände. Selbst Land Rover bietet so etwas nicht an. Wahrscheinlich war das genau der Grund, warum Ineos den erheblichen Entwicklungsaufwand auf sich genommen hat. Denn der Grenadier sieht sich als der echte Nachfolger des originalen Defenders.

Als der Defender 2016 eingestellt wurde, war Ineos-Chef und Multimilliardär Jim Ratcliffe so enttäuscht, dass er die Sache selbst in die Hand nahm. Von seinem Stammlokal, dem Londoner Pub „The Grenadier“, aus beauftragte er die Entwicklung eines ehrlichen Erben des legendären Geländewagens. Während der neue Defender heute eher ein Lifestyle-Accessoire ist, bleibt der Grenadier ein Werkzeug – für alle, die wirklich weiterkommen wollen als nur bis zum nächsten Baggersee oder zur Bordsteinkante.

Allerdings hat das Abenteuer seinen Preis – und der ist, genauso wie das Fahrzeug selbst, enorm. Der normale Pick-up startet bei 72.640 Euro, doch für die Portalachsen verlangen die Briten stolze 203.500 Euro. Das ist eine erhebliche Summe, selbst für einen radikalen Umbau in Kleinserie, der mehrere Wochen dauert und maximale Aufmerksamkeit garantiert. Aber man kann den dreifachen Preis auch schönrechnen: Schließlich erhält man mit dem Fahrzeug auch eine Freikarte ans Ende der Welt – und sogar wieder zurück.

Thomas Geiger war nicht nur im Vogelsberg mit dem Grenadier unterwegs, sondern auch schon in Rumänien und Alaska. Auf den Portalachsen würde er am liebsten gleich die ganze Welt umrunden.

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