Top 5 Zahnputzfehler laut Experten – Vermeide sie so!

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Von : Elina Kreuzer

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Warum du nach dem Zähneputzen keinesfalls Mundwasser benutzen solltest, was es mit dem Nachspülen auf sich hat und weitere Fehler, die wir bei der Mundhygiene machen

Richtig Zähne putzen: 5 häufige Mundhygienefehler und deren Vermeidung

Glaubst du, du bist ein Meister des Zähneputzens? Leider ist es gut möglich, dass du immer noch einige Dinge falsch machst. Keine Angst – mit diesen Ratschlägen wirst du bald ein:e wahre:r Experte:in in Sachen Zahnpflege sein.

Ob du nun jeden Morgen und Abend gewissenhaft für mindestens zwei Minuten deine Zähne putzt oder – wie ich – das Zähneputzen oft hinauszögerst (“Noch schnell diesen Kaffee trinken. Dann aber sicher!”), bis du es letztendlich vergisst: Es sieht so aus, als könnten wir alle eine kleine Auffrischung in Sachen Zahnpflege gebrauchen.

Diese Zahnärztin bringt uns zum Nachdenken: Machen wir täglich Fehler bei der Mundhygiene?

TikTok mag zwar nicht die erste Adresse für fundiertes medizinisches Wissen sein, aber in diesem Fall lohnt es sich, zuzuhören. Die folgenden Zahnpflegetipps stammen von einer Fachfrau, die es wirklich wissen muss:

Dr. Anna Peterson ist Zahnärztin in London und nutzt TikTok, um auf unterhaltsame und verständliche Weise über Zahnhygiene zu informieren. Sie ist dabei sehr direkt, besonders wenn es um das Thema Mundwasser geht. “Wenn du nach dem Zähneputzen Mundwasser verwendest, fördert das Karies. Lass es also besser.” Klare Worte von der Expertin.

Warum ist sie kein Fan von Mundwasser? Der Grund ist der Fluoridgehalt: Fluorid stärkt den Zahnschmelz und mindert die durch Bakterien verursachten Schäden, was also vor Karies schützt.

In einem weiteren Video erklärt sie: “Die Zahnpasta, die du verwendest, enthält etwa 1450 ppm Fluorid. Im Mundwasser sind es nur etwa 220 ppm. Diese Konzentration ist deutlich niedriger und reicht nicht aus, um deine Zähne wirksam vor Bakterien zu schützen. Wenn du also deine Zähne putzt und unmittelbar danach Mundwasser benutzt, spülst du das hochkonzentrierte Fluorid einfach weg und ersetzt es durch einen Schutz mit wesentlich niedrigerer Konzentration.” That being said – auch das Nachspülen mit Wasser hat einen ähnlichen Effekt.

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Dr. Peterson betont, dass sie nicht generell gegen Mundwasser ist. Sie empfiehlt es sogar – aber nur den Patient:innen, die es wirklich benötigen. Denn: “Nicht jede:r Patient:in braucht es.” Und vor allem – da ist sie ganz klar: “Nicht direkt nach dem Zähneputzen.”

Die Tipps von Dr. Peterson haben unsere Neugier geweckt: Was machen wir sonst noch falsch bei der Zahnpflege? Wir haben einige Expert:innen gefragt, welche Fehler wir alle machen – und wie wir sie vermeiden können.

5 Fehler beim Zähneputzen – und wie wir es richtig machen

1. Du vernachlässigst das Zahnfleisch

Ein häufiger Fehler beim Zähneputzen ist, sich ausschließlich auf die Zähne zu konzentrieren. Ja, der Fokus liegt meistens auf den Zähnen (wo sonst?). Das reicht jedoch nicht aus.

Laut Caitlin Miller, der Leiterin der Hygiene- und Therapiesparte bei Bupa Dental Care, vernachlässigen viele Menschen den Zahnfleischrand – die Übergangszone zwischen Zahn und Zahnfleisch. “Das führt dazu, dass sich Plaque am Zahnfleischrand sammelt, was eine Gingivitis (Zahnfleischentzündung) verursachen kann. Dabei entzündet sich das Zahnfleisch und kann beim Putzen, beim Gebrauch von Zahnseide oder beim Essen harter Lebensmittel bluten”, erklärt sie. “Es ist wichtig, die Zähne so zu putzen, dass auch der Zahnfleischrand nicht zu kurz kommt. Halte die Zahnbürste in einem 45-Grad-Winkel und übe sanften Druck aus, während du jeden Zahn in kreisenden Bewegungen putzt. Achte darauf, die gesamte Zahnoberfläche zu reinigen und den Zahnfleischrand bei jedem Zug zu erreichen.”

2. Du putzt zu aggressiv

Viel hilft viel – diese (Binsen-)Weisheit gilt leider nicht beim Zähneputzen. “Wer zu fest putzt, riskiert, dass das Zahnfleisch zurückgeht. Das wiederum führt dazu, dass die Zähne sensibler und schmerzempfindlicher werden, und erhöht außerdem das Kariesrisiko”, warnt Miller. “Es ist wichtig, sanft zu putzen. Zu starker Druck, aggressive Bewegungen oder harte Borsten können den Zahnschmelz abtragen und sowohl Zähne als auch Zahnfleisch schädigen.”

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Sam Jethwa, Präsident der British Academy of Cosmetic Dentistry, fügt hinzu: “Viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass ihre Zähne sauberer werden, wenn sie besonders fest putzen. Zu viel Druck kann jedoch den Zahnschmelz beschädigen und das Zahnfleisch schädigen. Ich empfehle eine elektrische Zahnbürste, die warnt, wenn zu viel Druck ausgeübt wird.“

Auf Dauer kann zu festes oder zu häufiges Putzen die Zähne schwächen. “Man sollte die Zähne in kleinen, kreisenden Bewegungen putzen, anstatt großflächig hin und her zu bürsten”, rät Miller. “Diese Technik verlangsamt das Putzen, reduziert den Druck auf die Zähne und reinigt jede Zahnoberfläche besser. Kreisende Bewegungen sind außerdem sinnvoll, da unsere Zähne nicht gerade, sondern leicht gekrümmt sind, und die Borsten so die gesamte Oberfläche erreichen können.” Apropos hin und her…

3. Du putzt in die falsche Richtung

In geraden Linien hin und her bürsten? Das mag Zeit sparen, reinigt die Zähne aber nicht effektiv.

“Es ist wichtig, die Zähne in kleinen, kreisenden Bewegungen zu putzen statt hin und her”, sagt Miller. “Putze direkt auf dem Zahn und lasse auch den Zahnfleischrand nicht aus. Das ist viel präziser und sanfter, als gerade hin und her zu bürsten. Putze jeden Zahn einzeln und gehe dabei systematisch vor, um sicherzustellen, dass jede Fläche gereinigt wird. Verwende am besten eine elektrische Zahnbürste mit mittleren oder weichen Borsten und tausche den Bürstenkopf aus, sobald die Borsten spröde werden und sich abspreizen.”

4. Du vergisst die Zunge

Wusstest du, dass du auch deine Zunge putzen solltest? “Wenn du deine Zunge nicht putzt oder mit einem Zungenschaber reinigst, können sich Bakterien ansammeln, die Mundgeruch verursachen”, erklärt Jethwa. “Studien zeigen, dass das Abkratzen der Zunge den Mundgeruch viel effektiver reduziert als das Zähneputzen an sich. Falls du einen Zungenschaber benutzt, übe dabei nur leichten Druck aus, um die Geschmacksknospen nicht zu beschädigen oder Blutungen zu verursachen.”

5. Du verwendest Zahnseide, ohne nachzuspülen

Spülst du nach, wenn du Zahnseide benutzt? Oder wirfst du die Zahnseide einfach weg und erklärst die Sache dann für abgeschlossen? Dann solltest du hier unbedingt weiterlesen. “Du solltest Zahnseide vor dem Zähneputzen verwenden und anschließend den Mund mit Wasser ausspülen, um sicherzustellen, dass du die gelösten Essensreste entfernst”, empfiehlt Jethwa. “Zahnseide ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Mundhygiene, da die Zahnbürste nicht alle Zwischenräume erreicht, in denen Essensreste zurückbleiben können.” Aber Achtung: Vermeide es, direkt nach dem Zähneputzen erneut zu spülen. “Nach dem Zähneputzen solltest du die Zahnpasta ausspucken, aber nicht sofort mit Wasser oder Mundspülung nachspülen.” Das empfiehlt auch die deutsche Informationsstelle für Kariesprophylaxe. Dort heißt es: “Wer die Zahnpasta nach dem Putzen nicht mit Wasser ausspü

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