Inkontinenz bei jungen Frauen: 7 wichtige Fakten, die Sie kennen müssen!

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Von : Elina Kreuzer

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Blasenschwäche hat viele Ursachen und ebenso viele Behandlungsoptionen. Wer frühzeitig handelt, wird es später leichter haben.

Inkontinenz bei jungen Frauen: Wissenswertes über Schwangerschaft, Kegel-Übungen und mehr

Seien wir ehrlich: Das Wort „Inkontinenz“ ruft oft Bilder von TV-Werbespots für ältere Menschen oder den Gang in der Drogerie hervor, den man normalerweise meidet. Und sicher, niemand kauft gern Produkte für Erwachsene, aber vielleicht ist das Thema näher, als du denkst.

Das Bagatellisieren mit Begriffen wie „nur ein paar Tröpfchen“ ändert nichts an der Realität des unfreiwilligen Urinverlusts. Inkontinenz kann verschiedene Formen annehmen, und nicht jede davon bedeutet, dass du bald Windeln kaufen musst. Doch wenn du nach einem Sprung beim Sport sofort zur Toilette musst oder beim Niesen feuchte Flecken bemerkst, solltest du das Thema ernst nehmen.

Inkontinenz kann sporadisch oder alltäglich auftreten und deinen Alltag erheblich beeinträchtigen. Es ist kein angenehmes Thema, aber man kann auch darüber lachen (denke an den „SNL“-Sketch oder Lisa Rinnas berühmte Werbung).

7 wichtige Fakten über Inkontinenz, die jede junge Frau kennen sollte

Du könntest denken, dass es nur eine vorübergehende Phase ist (besonders nach einer Geburt) oder dass die Behandlung kompliziert ist (vielleicht sogar eine Operation erfordert). Aber es gibt einfache und effektive Wege, um Inkontinenz zu behandeln, das haben wir von Gynäkolog*innen erfahren. Hier sind sieben Punkte, die dir helfen, die Kontrolle über deine Blasenfunktion zurückzugewinnen, ohne von einer überaktiven Blase dominiert zu werden.

1. Inkontinenz ist nicht „normal“

Viele Frauen glauben nach der Geburt eines Kindes, dass ein gewisses Maß an Inkontinenz normal sei. Doch Statistiken zeigen: Etwa jede vierte Frau zwischen 18 und 59 Jahren erlebt regelmäßig Inkontinenz. Das ist weit verbreitet, aber keineswegs unvermeidlich.

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Alter und hormonelle Veränderungen, besonders während der Menopause, sowie Schwangerschaft können Inkontinenz beeinflussen. Rund die Hälfte aller Mütter erlebt bis zum 40. Lebensjahr Inkontinenz, die jedoch oft nach einigen Monaten wieder verschwindet.

„Je mehr vaginale Geburten, desto höher das Risiko, aber es ist keine Garantie für Inkontinenz“, erklärt Dr. Tamika K. Cross. Es bedeutet nicht, dass du dich damit abfinden musst.

2. Inkontinenz kann auch ohne Schwangerschaft auftreten

Schwangerschaft ist nicht die einzige Ursache für Inkontinenz. „Studien haben gezeigt, dass Frauen ohne Kinder ähnlich häufig betroffen sind“, sagt Dr. Laurence Orbuch. Andere Faktoren wie Genetik, Übergewicht und bestimmte Krankheiten spielen ebenfalls eine Rolle.

Inkontinenz betrifft Frauen aller Altersgruppen. „Ich behandle Frauen jeden Alters“, sagt Dr. Monica Grover. „Auch junge Frauen in ihren Zwanzigern kommen zu mir.“

3. Sprich mit deinem Arzt darüber

Nur 45% der betroffenen Frauen sprechen mit ihrem Arzt über Inkontinenz. Es lohnt sich, offen darüber zu sprechen, um die Ursache zu finden und geeignete Behandlungsmöglichkeiten zu erkunden. „Man sollte nicht still leiden“, sagt Dr. Cross. „Inkontinenz ist weit verbreitet, aber nicht normal. Frühzeitige Hilfe kann eine Verschlimmerung verhindern.“

4. Es gibt zwei Hauptformen der Inkontinenz

Es gibt unterschiedliche Formen der Inkontinenz, und jede erfordert eine spezifische Behandlung. Belastungsinkontinenz tritt auf, wenn Druck wie Lachen oder Niesen zu Urinverlust führt. Dranginkontinenz bedeutet plötzlichen, unkontrollierbaren Harndrang.

„Bei Dranginkontinenz können Medikamente helfen“, sagt Dr. Susan Lipinski. „Auch Techniken wie ‚Freeze-and-Squeeze‘ sind nützlich: Wenn der Drang auftritt, anhalten, Beckenboden anspannen und warten, bis es nachlässt.“

(Es gibt auch eine dritte Form, die Überlaufinkontinenz, die hauptsächlich Männer betrifft und durch eine unvollständige Blasenentleerung gekennzeichnet ist.)

4. Kegel-Übungen sind effektiv

Kegel-Übungen, bei denen die Beckenbodenmuskulatur gezielt angespannt wird, sind effektiv, besonders nach einer Schwangerschaft. „Studien zeigen, dass 50 bis 90% der Frauen eine Verbesserung erfahren“, sagt Dr. Black. „Eine korrekte Ausführung ist entscheidend.“

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Nicht-invasive Behandlungen wie Medikamente, Pessare oder physiotherapeutische Maßnahmen können ebenfalls hilfreich sein.

7. Änderungen im Lebensstil können einen Unterschied machen

Regelmäßige Bewegung, eine gesunde Ernährung und das Vermeiden von Blasenreizenden Substanzen wie Koffein und Alkohol können helfen, Inkontinenz zu managen. „Blasentraining kann ebenfalls nützlich sein“, sagt Dr. Grover. „Versuche, die Abstände zwischen den Toilettengängen zu verlängern.“


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