Neue Zahlen von YouGov zeigen: Der Döner hat die Currywurst als das beliebteste Imbissgericht in Deutschland überholt. Trotz deutlicher Preissteigerungen greifen viele Menschen weiter zum gefüllten Fladenbrot – ein Signal für nachhaltige Essgewohnheiten und veränderte Vorlieben in der Bevölkerung.
Döner liegt vorn – und das trotz höherer Kosten
Zwischen 2021 und 2025 stieg der durchschnittliche Preis für einen Döner von rund 4,85 Euro auf etwa 7,11 Euro. Das entspricht einer Erhöhung von knapp 47 Prozent, berichtet YouGov. Dennoch sagt etwa ein Drittel der Deutschen, mindestens einmal im Monat Fast Food zu essen. Der Trend: Ausgabefreude bleibt bestehen, auch wenn der Preis pro Portion merklich gewachsen ist.
In einer aktuellen YouGov-Erhebung geben 45 Prozent der Befragten an, lieber einen Döner zu wählen, während die Currywurst nur noch auf 37 Prozent kommt. Besonders ausgeprägt ist die Präferenz bei Jüngeren und bei Frauen.
Wichtige Zahlen im Überblick
| Kennzahl | 2021 | 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Durchschnittspreis Döner | 4,85 € | 7,11 € | +47 % |
| Bevorzugung Döner (gesamt) | 45 % | — | |
| Bevorzugung Currywurst (gesamt) | 37 % | — | |
| 18–24 Jahre: Präferenz Döner | 57 % | — | |
| Frauen: Döner vs. Currywurst | 47 % vs. 30 % | — | |
Hinweis: Die Umfrageergebnisse sind nicht repräsentativ.
Was hinter dem Wandel steckt
Mehrere Faktoren erklären die Verschiebung auf dem Teller. Döner- und Fast-Food-Angebote sind in vielen Städten allgegenwärtig, liefern schnellen Service und Varianten für unterschiedliche Geschmäcker – von klassisch bis vegetarisch. Für junge Menschen sind internationale Streetfood-Gerichte inzwischen fester Bestandteil der Alltagsküche.
Gleichzeitig wirkt sich die Preisentwicklung unterschiedlich aus: Anbieter geben höhere Kosten für Fleisch, Energie und Miete häufig in Teilen an die Kundschaft weiter. Trotzdem scheint die Zahlungsbereitschaft stabil zu sein — viele Käufer bevorzugen die gewohnte Portion Convenience trotz steigender Preise.
Konsequenzen für Branche und Verbraucher
- Für Imbisse: Nachfrage bleibt robust, was Existenzsicherung trotz gestiegener Betriebskosten erleichtert.
- Für Verbraucher: Höhere Ausgaben für gelegentliche Mahlzeiten, aber kaum Verzicht auf favorisierte Gerichte.
- Für Gastronomie-Strategien: Ausbau von Liefer- und To-go-Angeboten sowie Anpassung der Produktpalette (z. B. mehr vegetarische Optionen).
Der Wandel ist auch ein kulturelles Signal: Die traditionelle deutsche Imbissküche verliert (zumindest bei Jüngeren) an Gewicht, während internationale Klassiker stärker werden. Für Städte und Kommunen bedeutet das langfristig veränderte Nachfrageprofile – und für Betreiber die Herausforderung, Qualität, Preis und Sortiment neu zu justieren.
Insgesamt zeigt die Entwicklung: Geschmack und Gewohnheiten verändern sich langsamer als Preise, aber nachhaltig. Wer in der Gastronomie heute plant, muss sowohl die Kostenentwicklung als auch die sich wandelnden Präferenzen im Blick behalten.
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Markus Niedrig ist ein begeisterter Hobbykoch, der traditionelle Rezepte mit modernen Einflüssen kombiniert. Seine Liebe zur Küche inspiriert Menschen, das Kochen als tägliches Abenteuer zu genießen.
