Die Rhabarbersaison ist kurz, aber ergiebig: Gerade jetzt bieten die säuerlichen Stangen frische Aromen für Getränke, Desserts und auch herzhafte Gerichte. Warum es sich lohnt, heute damit zu kochen: Rhabarber ist vielseitig, kalorienarm und lässt sich durch einfaches Garen bekömmlicher machen — ideal für schnelle Frühlingsrezepte.
Kurz erklärt: Was Rhabarber auszeichnet
Rhabarber wächst von April bis etwa Juni und sollte in diesen Wochen bevorzugt verwendet werden. Rote Sorten schmecken tendenziell süßer als grüne, sind aber beide gleichermaßen aromatisch.
Botanisch gehört Rhabarber zu den Knöterichgewächsen, wird aber oft wie Obst eingesetzt. Frische Stangen fühlen sich fest an und glänzen leicht; werden sie weich, ist das Aroma bereits vermindert.
Lagern und vorbereiten – die wichtigsten Regeln
Richtig gelagert bleibt Rhabarber nur wenige Tage knackig. Für längere Haltbarkeit empfiehlt sich das Einfrieren.
- Kurzfristig: Stangen in ein feuchtes Tuch wickeln und im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren.
- Länger halten: Geschält und in Stücke geschnitten in Gefrierbeutel, so bleiben Textur und Geschmack erhalten.
- Wichtig: Rhabarber nicht in Metallgefäßen oder Alufolie aufbewahren — die im Gemüse enthaltene Oxalsäure reagiert mit Metall.
Vor dem Essen: Sicherheit und Nährwert
Vor dem Weiterverarbeiten gründlich abspülen, die Enden abschneiden und die Fäden entfernen. Zum Schälen eignet sich ein einfaches Sparschäler; dabei von oben nach unten arbeiten, bis keine harten Fasern mehr übrig sind.
Rhabarber ist sehr kalorienarm (etwa 13 kcal pro 100 g) und liefert Mineralstoffe wie Kalium sowie etwas Vitamin C und K. Die Blätter gehören nicht auf den Teller — sie enthalten deutlich mehr Oxalsäure und sind ungeeignet zum Verzehr. Durch Kochen, Backen oder Dämpfen reduziert sich der Säuregehalt und das Gemüse wird bekömmlicher.
Vier einfache Rhabarber-Rezepte zum Nachmachen
1. Erfrischender Hugo-Rosé mit Rhabarber
Ein leichter Aperitif für warme Abende — schnell gemixt, mit fruchtiger Säure.
- 100 ml Rhabarbernektar oder -sirup
- 100 ml Prosecco
- 50 ml Mineralwasser
- Eiswürfel und gefrorene Himbeeren
Zubereitung: Nektar, Prosecco und Mineralwasser auf Eisgeben, kurz umrühren und mit Himbeeren servieren. Eignet sich als Aperitif oder zu leichten Vorspeisen.
2. Rhabarber‑Zwiebel‑Relish
Eine pikante Begleitung zu gegrilltem Fleisch oder als Topping für Burger.
- 1 große Zwiebel
- 500 g Rhabarber
- Stück frischer Ingwer, 2 Knoblauchzehen
- 1 rote Chili, 2 EL Öl
- 200 g brauner Zucker, 1 TL Salz, Pfeffer
- Zwiebel, Knoblauch und Ingwer fein würfeln; Chili entkernen und hacken.
- Alles in Öl glasig dünsten, Rhabarberstücke und Zucker zugeben. Kurz köcheln lassen, bis der Rhabarber weich ist, aber noch Form hat.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken, heiß in sterilisierte Gläser füllen. Im Kühlschrank mehrere Wochen haltbar.
3. Rhabarber‑Fladen mit Vanillejoghurt
Eine süße Variante: knuspriger Hefeteig trifft auf säuerliche Stangen und cremiges Topping.
- 1 Rolle Hefeteig (fertig)
- 400 g Rhabarber, 1 TL Natron, 50 g Mandelblättchen
- 250 g Vanillejoghurt
Rhabarber in sehr dünne Scheiben schneiden, mit Natron und Zucker kurz durchziehen lassen und abtropfen. Aus dem Hefeteig Fladen formen, mit Rhabarber belegen, Mandelblättchen darüberstreuen und bei 200 °C etwa 8–10 Minuten backen. Vor dem Servieren mit Vanillejoghurt garnieren.
4. Herzhaft vom Grill: Rhabarber‑Zucchini‑Spieße
Ein überraschender Beilagenhit: mildes Feta, gegrillte Zucchinistreifen und leicht gegarter Rhabarber.
- 3 Zucchini, 2 Stangen Rhabarber, 500 g Feta
- Knoblauch, Rosmarinnadeln, 3 EL Ahornsirup, 4 EL Olivenöl
- gehackte Mandeln und frisches Basilikum zum Bestreuen
- Zucchinischeiben längs schneiden, leicht salzen und kurz ziehen lassen. Rhabarber 2 Minuten blanchieren und abschrecken.
- Feta in längliche Stücke schneiden, in Zucchinistreifen wickeln. Abwechselnd mit Rhabarber auf Spieße stecken.
- Marinade aus Knoblauch, Ahornsirup, Olivenöl und Rosmarin anrühren, Spieße 30 Minuten ziehen lassen. Bei mittlerer Hitze je Seite 2–3 Minuten grillen. Mit Mandeln und Basilikum bestreuen.
Kurzfazit: Ob als Getränk, süßes Dessert oder Beilage vom Grill — Rhabarber liefert in kurzer Saison viele Möglichkeiten. Wer empfindlich auf Oxalsäure reagiert, sollte stärkere Erhitzung bevorzugen und Blätter grundsätzlich entsorgen.
- Saison: April bis Juni — jetzt ist die beste Zeit.
- Haltbarkeit: Kühlschrank nur wenige Tage, eingefroren Monate.
- Sicherheit: Blätter nicht essen; Metallkontakt vermeiden.
Dieser Beitrag erschien erstmals im Mai 2024.
Ähnliche Artikel
- Weihnachtsrezept: Köstliche vegetarische Gans-Alternative entdecken!
- Zwiebelkuchen: Hensslers neues Rezept sorgt für besonders herzhaften Genuss
- Spargel-Brokkoli-Suppe löst Kochtrend aus: Doc Fleck zeigt cremiges Rezept
- Matjes zum Häckerle: Klassiker einfach zuhause zubereiten
- Henssler überrascht mit gefüllter Kartoffelrösti: intensiver Geschmack überzeugt

Markus Niedrig ist ein begeisterter Hobbykoch, der traditionelle Rezepte mit modernen Einflüssen kombiniert. Seine Liebe zur Küche inspiriert Menschen, das Kochen als tägliches Abenteuer zu genießen.
