In Berlin feierte der erste neue Serienableger aus George R. R. Martins Welt seine Weltpremiere – und der Autor selbst war bei der Gala vor Ort. Die Mini‑Serie bringt die Handlung weit vor die Ereignisse von „Game of Thrones“ zurück und startet bereits ab Montag, dem 19. Januar, beim Streamingdienst HBO Max.
Die Produktion soll nicht nur alte Fans zurück nach Westeros locken, sondern auch neue Zuschauerschichten ansprechen: Kurz, prägnant und mit deutlichem Franchise‑Bezug zeigt sie eine andere Epoche der bekannten Welt.
Worum es geht
„A Knight of the Seven Kingdoms“ erzählt die Abenteuer von Ritter **Ser Duncan** dem Großen und seinem jungen Schützling, dem sogenannten Egg. Die sechs Episoden spielen etwa neun Jahrzehnte vor der Handlung der ursprünglichen Serie und basieren auf Martin‑Erzählungen aus dem Zyklus rund um Dunk und Egg.
Die Serie ist bewusst kompakt angelegt: Sechs Folgen sollen eine abgeschlossene, atmosphärische Geschichte liefern, die den historischen Hintergrund Westeros‘ weiter ausleuchtet, ohne die Hauptserie zu wiederholen.
Premierenabend in Berlin
Zur Weltpremiere in der deutschen Hauptstadt erschien neben Ensemblemitgliedern auch George R. R. Martin. Seine Beteiligung geht über eine reine Namensnennung hinaus: Er ist als Co‑Creator und Executive Producer gelistet und war in den kreativen Prozess eingebunden.
Der junge Darsteller Dexter Sol Ansell, der den Knappe Egg spielt, beschrieb die Arbeit an der Serie als prägend: Er habe über mehrere Jahre an der Produktion mitgewirkt und freue sich nun, dass das Ergebnis weltweit zu sehen sei. Ein weiterer Schauspieler, Shaun Thomas, nannte die Dreharbeiten «surreal» und hob die handfesten Aspekte hervor — Rüstungen, Reiterei und Schwertkampf gehörten zum Alltag am Set.
Was das für die Marke bedeutet
Mit dem neuen Ableger wächst das audiovisuelle Universum um Westeros weiter. Nach dem Ende von „Game of Thrones“ 2019 ist dies bereits der zweite größere Serienableger mit direktem Bezug zur Romanwelt. Zeitgleich plant HBO die nächste Staffel von House of the Dragon für den Sommer, sodass Fans in den kommenden Monaten mehrere Formate aus derselben Epoche erwarten können.
Für Zuschauer bedeutet das Auswahl: Wer die politischen Ränkespiele und die düstere Stimmung der Originalserie suchte, findet hier eine Vorgeschichte mit eigenem Ton — mehr Ritter‑ und Abenteuer‑Fokus, weniger unmittelbare Drachen‑Intrigen.
Starttermin und Verfügbarkeit
Alle sechs Folgen der Mini‑Serie sind ab Montag, 19. Januar, exklusiv auf HBO Max abrufbar. Damit tritt die Produktion in direkte Konkurrenz zu anderen Franchise‑Titeln und könnte kurzfristig Gesprächsstoff in Fankreisen und bei Kritikern liefern.
Ob die Serie langfristig neue langlebige Erzählstränge aufmacht oder als eigenständiges Kapitel im großen Westeros‑Kosmos verstanden wird, dürfte die Reaktion von Publikum und Presse in den ersten Wochen nach dem Start zeigen.
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Jonas Reichert ist ein leidenschaftlicher TV-Kritiker, der die neuesten Shows und Serien analysiert. Mit Fachwissen und Humor bringt er seinen Lesern die faszinierende Welt des Fernsehens näher.
