Am 13. Januar startet HBO Max in Deutschland und bringt Filme von Warner Bros., Serien aus dem HBO-Katalog sowie Inhalte von Eurosport unter ein Dach. Für Zuschauer bedeutet das nicht nur mehr Auswahl, sondern auch eine spürbare Verschiebung bisheriger Lizenzverhältnisse — ein relevanter Schritt im laufenden Streaming-Wettbewerb.
Start und Bedeutung
Der Einstand von HBO Max ist mehr als ein zusätzlicher Dienst: Er bündelt Markeninhalte, die in der Vergangenheit über Partner wie Sky/Wow liefen, und verspricht damit, bestehende Abonnements attraktiver zu machen — oder Kunden zum Wechsel zu bewegen. Gerade für Serienfans und Filmkundinnen könnte das Angebot zu einer Neuausrichtung bei den Abo-Ausgaben führen.
Wichtig zu wissen: Einige laufende Serien bleiben vorerst bei ihren bisherigen Anbietern, weil bestehende Lizenzverträge noch gelten. Sobald diese auslaufen, wandern die Rechte zurück zu HBO Max.
Welche Serien und Filme stehen bereit?
Zum Start ist unter anderem das neue Prequel zur „Game of Thrones“-Welt angekündigt: A Knight of the Seven Kingdoms. Weitere Fiction-Highlights im Katalog sind die französische Produktion The Seduction mit Diane Kruger und die vielfach ausgezeichnete Krankenhausserie The Pitt.
Im Filmbereich ziehen viele Warner-Blockbuster ein — von Superman über Dune bis hin zur kompletten Harry Potter-Reihe. Parallel dazu plant der Dienst verstärkt lokale Produktionen: Für Februar ist die auf wahren Begebenheiten basierende Serie „Banksters“ vorgesehen; für den Herbst ist ein Prequel zur Drama-Serie „4 Blocks“ angekündigt.
Preisstruktur: Welches Abo kostet was?
HBO Max bietet drei Abomodelle:
– Basistarif mit Werbung: 5,99 Euro/Monat.
– Standard: 11,99 Euro/Monat.
– Premium (bis zu vier Streams gleichzeitig, bis zu 100 Downloads): 16,99 Euro/Monat.
Alle drei Preise sollen ab Januar 2027 um einen Euro pro Monat steigen. Nutzerinnen und Nutzer sollten das bei längerfristigen Planungen berücksichtigen.
Sportpaket und besondere Ausnahmen
Wer Zugang zu den Eurosport-Inhalten möchte, kann das Sportpaket zusätzlich buchen — es kostet 3 Euro monatlich und wird mit Werbung ausgeliefert. Eine Ausnahme gibt es bei Großereignissen: Die Übertragung der Olympischen Winterspiele 2026 ist in allen Modellen enthalten, auch ohne separates Sport-Add-on.
Was bedeutet das für bestehende Sky/Wow-Abonnenten?
Für Abonnenten etablierter Anbieter heißt das zweierlei: Kurzfristig ändert sich wenig bei Serien, die noch über laufende Lizenzen bei Sky/Wow liegen. Langfristig aber dürften viele HBO- und Warner-Inhalte auf HBO Max konzentriert werden, was die Attraktivität der bisherigen Lizenzpartner mindern kann.
Bei der Abo-Wahl sollten Zuschauer auf folgende Punkte achten: welche Serien für sie unverzichtbar sind, ob sie Werbeeinblendungen akzeptieren und wie wichtig Offline-Downloads beziehungsweise mehrere parallele Streams sind.
HBO Max bringt sichtbare Bewegung in den deutschen Streamingmarkt — wer regelmäßig Serien und große Filmtitel konsumiert, sollte das neue Angebot prüfen und die eigenen Abos daran ausrichten.
Ähnliche Artikel
- Dschungelcamp überrascht mit zwölf neuen Kandidaten: Promi-Mix sorgt für Gesprächsstoff
- Dschungelcamp: zwölf Kandidaten stehen fest, darunter Influencer und Spielerfrau
- Günther Jauch spricht plötzlich in Rätseln: Publikum und Fans verwirrt
- Reiche am Pranger: Was steckt wirklich hinter dem „Eat the Rich“-Topos?
- Oliver Welke, Bastian Pastewka: exklusive Einblicke in TV-Nostalgie

Jonas Reichert ist ein leidenschaftlicher TV-Kritiker, der die neuesten Shows und Serien analysiert. Mit Fachwissen und Humor bringt er seinen Lesern die faszinierende Welt des Fernsehens näher.
