Sexstellungen mit hohem Verletzungsrisiko: Experten warnen vor diesen Posen

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Von : Johanna Feldner

Gefahr beim Vollzug: Das sind die riskantesten Sex-Stellungen

Wer das Liebesleben aufpeppen will, sollte wissen: Neues bringt zwar Spannung, kann aber auch wehtun. Eine Umfrage unter 1510 Deutschen aus dem März 2024 zeigt, wie häufig beim Sex Verletzungen und Sachschäden vorkommen – und welche Konsequenzen das für Paare hat.

Häufige Verletzungen: von harmlos bis ernst

Die Auswertung der Online-Apotheke Deutsche Medz fasst Männer und Frauen zusammen: An der Spitze stehen kosmetische, aber oft wiederkehrende Verletzungen. Einige der Befunde sind überraschend, andere plausibel – vor allem, wenn Paare neue Stellungen oder intensivere Praktiken ausprobieren.

  • Knutschflecken – die häufigste Folge (rund 40 % der Nennungen).
  • Blaue Flecken – etwa ein Fünftel der Fälle.
  • Muskelzerrungen und Bisswunden – jeweils im Bereich von rund 12 %.
  • Weitere Probleme: Risse in der Vagina, Verstauchungen, Rückenverletzungen und Reizungen.
  • Bei Frauen häufiger: Blasenentzündungen (etwa 12,5 %), bei Männern traten Muskelzerrungen etwas häufiger auf (circa 14 %).

Manche Verletzungen sind nur kurz lästig, andere beeinträchtigen das Wohlbefinden über Tage. Risse, starke Verstauchungen oder Rückenprobleme sollten ärztlich beurteilt werden.

Welche Stellungen bergen das größte Risiko?

Die Befragung untersuchte auch, in welchen Positionen sich Menschen am häufigsten verletzen. Die Zahlen erlauben keine Ursachenforschung – sie zeigen aber, wo Vorsicht geboten ist.

Am meisten Nennungen erhielt die Position Doggystyle: etwas mehr als ein Viertel der Teilnehmenden berichteten von Verletzungen in dieser Stellung. Auf Platz zwei liegt die Missionarsstellung (gut 20 %). Auch Sex im Stehen und die „69“-Position zählen zu den häufiger genannten Situationen mit Verletzungsrisiko.

  • Doggystyle
  • Missionarsstellung
  • Sex im Stehen
  • „69“-Stellung
  • Cowgirl, Löffelchen und weitere Varianten

Ob die Häufigkeit an der Stellung selbst liegt oder daran, wie oft sie praktiziert wird, lässt die Umfrage offen. Trotzdem liefern die Ergebnisse konkrete Hinweise für Paare, die neue Dinge ausprobieren wollen.

Sachschäden und regionale Unterschiede

Neben körperlichen Verletzungen gaben Teilnehmende auch an, dass beim Liebesspiel Gegenstände zu Bruch gehen: Am häufigsten betroffen sind demnach Bettgestelle, gefolgt von Tischen und Sofas.

Die Untersuchung brachte außerdem regionale Unterschiede zutage: In Dresden nannten drei Viertel der Befragten schon einmal eine Verletzung beim Sex; weitere Städte mit hohen Anteilen waren unter anderem Düsseldorf, Hannover und Hamburg.

Wie lassen sich Unfälle vermeiden?

Apothekerin Lena Weigel von Deutsche Medz rät zu offener Kommunikation im Bett: Schmerzen, Beschwerden oder der Wunsch nach einer Positionsänderung sollten sofort angesprochen werden. Solche Signale schützen nicht nur vor Verletzungen, sie erhöhen auch das gemeinsame Wohlbefinden.

Weitere praktische Maßnahmen:

  • Aufwärmen: Kurze Dehn- oder Lockerungsübungen können Muskeln besser vorbereiten.
  • Vorspiel nicht unterschätzen – besonders vor körperlich anspruchsvollem Sex.
  • Gleitmittel verwenden, um Reibung und Reizungen zu reduzieren.
  • Bei Schmerzen abbrechen und notfalls ärztlichen Rat einholen.
  • Möbel und Umgebung bedenken: Stabilität von Bettgestell & Co. prüfen, um Sachschäden zu vermeiden.

Besonders bei spontanen „Quickies“ mahnt die Expertin zur Vorsicht: Der Wegfall von Vorspiel und Vorbereitung erhöht das Risiko für Reizungen, Wundsein oder sogar Risse.

Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Befragung von 1510 Erwachsenen im März 2024. Wer neue Praktiken ausprobieren möchte, profitiert von Vorbereitung, klarer Kommunikation und guter Körperkenntnis – so bleibt das Schlafzimmer spannend, aber sicher.

Erstveröffentlichung: Mai 2024. Befragungszeitraum: März 2024.

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