Brustverkleinerung: Ein persönlicher Erfahrungsbericht.
Der Weg zur Entscheidung für eine Brustverkleinerung war für mich lang und emotional – eine Reise, die geprägt war von tief verwurzeltem Trauma, das ich buchstäblich mit mir herumtrug.
Meine großen Brüste spielten eine entscheidende Rolle in meinem Übergang vom Teenageralter zur Frau. Trotz aller negativen Gefühle, die ich ihnen gegenüber hatte, waren sie ein Teil meiner Identität.
Meine persönliche Reise zur Brustverkleinerung
Schon mit 11 Jahren begann meine Brust zu wachsen, und innerhalb eines Jahres erreichte sie die Größe eines C-Körbchens.
Bald passte mir nicht einmal mehr die größte verfügbare BH-Größe von “Victoria’s Secret” (Doppel D). Trotzdem versuchte ich, mich jahrelang in diese BHs zu zwängen.
Lange Zeit war mir nicht bewusst, dass es anderswo größere Größen gab. Eigentlich hätte ich damals wohl ein G- oder H-Körbchen gebraucht. Ich begann, meine Brüste zu verabscheuen, da sie nicht nur in keinen BH passten, sondern mir auch ungewollte Aufmerksamkeit einbrachten.
Obwohl ich fast noch ein Kind war, wurde ich gemobbt und erlebte Body-Shaming von meinen Mitschülern. Selbst verbale Übergriffe von fremden, deutlich älteren Männern auf der Straße waren keine Seltenheit.
Da ich ständig auf meine Brüste reduziert wurde, begann ich, meinen Selbstwert in direktem Zusammenhang zu ihnen zu bewerten. Ich wollte, dass die Objektifizierung meines Körpers aufhört.
Zudem hatte ich körperliche Probleme, die durch meine großen Brüste verstärkt wurden. Ich litt ständig unter Rücken- und Nackenschmerzen. Sport schien unmöglich.
Die Modewelt schien nicht für mich gemacht. Ein einfaches Tanktop, das meine Freundinnen trugen, galt an mir als “unangemessen” oder “zu freizügig”. Sogar Lehrer unserer Schule machten mir das deutlich. Meine Freundinnen mit kleineren Brüsten mussten sich solche Kommentare nicht anhören. Das Problem waren nicht meine Kleider, sondern mein Körper.
Mit 18 hatte ich genug und vereinbarte einen ersten Beratungstermin bei einem Schönheitschirurgen. Er sagte mir, ich müsse zuerst viel Gewicht verlieren, bevor eine Operation sinnvoll sei. Das, zusammen mit meiner großen Angst vor der OP, machte mir klar, dass ich noch nicht bereit war.
Ein Jahr später, nach einer schmerzhaften Trennung und dem Wunsch nach einem Neuanfang, machte ich viel Sport und hielt eine strenge Diät. Ich hatte genug Gewicht verloren, um die Operation durchführen zu lassen. Tatsächlich hatte ich es sogar etwas übertrieben und war leicht untergewichtig. Die OP war schließlich ein Erfolg, meine Körbchengröße wurde auf D reduziert, und die Heilungsphase verlief schneller und einfacher als erwartet.
Mein Fazit heute – 12 Jahre nach meiner Brustverkleinerung
Fazit: Jetzt, 12 Jahre später, denke ich, dass es die beste Entscheidung war, die ich hätte treffen können. Das Einzige, was ich bereue, ist, dass ich die OP nicht schon früher gemacht habe. Dennoch gibt es einige Dinge, die ich so nicht erwartet habe und die ich aus meiner emotionalen Achterbahnfahrt vor und nach der OP gelernt habe.
Diese 7 Dinge haben mir vor dem Eingriff Sorgen bereitet – und so denke ich heute darüber
Hier sind einige meiner wichtigsten Learnings zum Thema Brustverkleinerung, die ich für alle aufgeschrieben habe, die ebenfalls mit dem Gedanken einer OP spielen und bei denen ähnliche Gedanken herrschen wie bei mir damals.
Obwohl eine Brustverkleinerung definitiv Vorteile bietet, wenn man unter der eigenen Brustgröße leidet, war meine größte Sorge, die Operation später zu bereuen. Heute bin ich jedoch überglücklich mit meiner Entscheidung, und viele plastische Chirurgen, mit denen ich gesprochen habe, bestätigen, dass es vielen ihrer Patientinnen ähnlich geht.
“Die Brustverkleinerung ist ein häufig durchgeführter Eingriff in der Brustchirurgie, der bei den Patienten eine sehr hohe Zufriedenheit erzielt”, erklärt Dr. Shridharani, ein Absolvent der Harvard-Universität und praktizierender plastischer Chirurg. “Patienten, die von vielen Problemen geplagt werden, die eine Brustverkleinerung notwendig machen, erleben oft eine erhebliche Linderung dieser Symptome nach dem Eingriff und sind sehr dankbar dafür.”
Natürlich trifft dies nicht auf jeden einzelnen Fall zu, aber Dr. Shridharani fügt hinzu: “Im Allgemeinen sehen wir, dass sich das psychologische Gesamtergebnis ihres Wohlbefindens verbessert hat, nicht nur körperlich, sondern auch seelisch.”
Ich war besorgt, dass Männer sich nach meiner Operation nicht mehr zu mir hingezogen fühlen würden. Ein Mann, der mir zur Zeit der OP gefiel, kommentierte während meiner Genesung, dass die Verkleinerung meiner Brüste “eine Ohrfeige an Gott” sei. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass wir kein Paar wurden. Nach so einem Kommentar wollte ich nichts mehr mit ihm zu tun haben.
Später störte es niemanden, mit dem ich ausgegangen bin oder eine Beziehung hatte, dass ich eine Brustverkleinerung hatte. Selbst als meine Narben noch sehr frisch und sichtbar waren, interessierte es niemanden, und die seltenen Kommentare kamen von Männern, die es nicht wert waren. Die Menschen, die mich vorher liebten, liebten mich auch nach meiner Operation.
Ich war 19, als ich operiert wurde, aber das Alter der Patientinnen ist sehr unterschiedlich: “Wir haben Brustverkleinerungen bei Frauen im frühen Schulalter, im Teenageralter und natürlich auch bei Frauen durchgeführt, die viel älter sind, bis in ihre 60er- und 70er-Jahre”, sagt Dr. Shridharani.
“Es kommt wirklich darauf an, dass eine gute emotionale Reife, aber auch eine Brustreife vorhanden ist. Daher wird normalerweise empfohlen, mindestens bis zum Teenageralter zu warten, bevor der Eingriff vorgenommen wird. Bei jüngeren Patientinnen ist eine umfassende endokrine und pädiatrische Untersuchung nötig.”
“Es ist äußerst wichtig, einen zertifizierten plastischen Chirurgen zu finden, dem Sie vertrauen und bei dem Sie sich wohlfühlen, vor allem, wenn es sich um einen so emotionalen Eingriff handelt”, sagt Dr. Shridharani.
Aus eigener Erfahrung weiß ich: Stellen Sie beim Beratungsgespräch alle Fragen, die Ihnen einfallen – es gibt keine unnötigen oder banalen Fragen! Außerdem empfehle ich, bei dem ausgewählten Chirurgen Vorher- und Nachher-Fotos von früheren Patienten anzufordern, um die bisherige Arbeit des Chirurgen und das ungefähre Ergebnis einschätzen zu können.
“Das typische Muster ist eine Narbe um den Brustwarzenhof herum, ein vertikaler Schnitt wie bei einem Lolli und manchmal eine Ankerform oder eine Narbe, die entlang der sogenannten Inframammärfalte verläuft”, erklärt Dr. Shridharani.
“Narben bleiben für immer. Ich wünschte, ich hätte ein magisches Skalpell oder einen Zauberstab, um sie verschwinden zu lassen, aber wenn wir die Haut einschneiden, bleibt am Ende eine Narbe zurück”, fährt Dr. Shridharani fort. “Das Ziel eines plastischen Chirurgen ist es jedoch, die bestmöglichen chirurgischen Techniken anzuwenden, um das Erscheinungsbild einer Narbe zu minimieren, also verwenden wir wirklich großartige chirurgische Techniken, verwenden die besten Nähte, die besten Instrumente und haben hoffentlich wirklich gute Hände, um die Narbenbildung zu optimieren.”
Ja, Sie werden Narben von einer Brustverkleinerung haben. Ich habe meine immer noch. Stört mich das? Nein, überhaupt nicht. Sie sind kaum spürbar oder sichtbar, und ich bin mit meinem Ergebnis so zufrieden, dass ich die Narben jederzeit meinem “Vorher” vorziehe.
“Ich stelle immer wieder fest, dass Patientinnen, die sich einer Brustverkleinerung unterziehen, so dankbar sind, dass ihnen das Aussehen der Narbe völlig gleichgültig ist und sie sich lieber mit einem kleinen Schnitt oder einer Narbe begnügen, dafür aber die Form, die Größe und, was noch wichtiger ist, die Lebensqualität haben, die sie sich als junge oder reife Frau erhofft haben”, sagt auch Dr. Shridharani.
Erinnern Sie sich noch daran, als ich eingangs erwähnte, dass ich eine Zeit lang vor der OP untergewichtig war? Sobald ich wieder ein gesundes Gewicht erreicht hatte, wuchsen natürlich auch meine Brüste – das ist normal und passiert bei einer Gewichtszunahme – ob vorher eine Brustverkleinerung stattgefunden hat oder nicht.
Anmerkung der Redaktion: Wer eine Brustverkleinerungs-OP in Erwägung zieht, sollte sich genau über den Eingriff und auch über die Risiken einer solchen Operation informieren. Ausreichend Informationen erhalten Sie nur in einem ausführlichen Gespräch mit einem Arzt Ihres Vertrauens.
Einen ersten Überblick über Kosten, medizinisches Verfahren, Risiken, Vor- und Nachsorge einer Brustverkleinerung können Sie vorab hier finden:
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Elina Kreuzer ist Expertin für Beauty-Rituale, die natürliche und moderne Pflege vereinen. Ihre Mission ist es, Menschen dabei zu helfen, durch einfache Tipps ihre innere und äußere Schönheit zu entfalten.
