Dschungelcamp Tag 8: „Das ist doch albern“ – Spannungen eskalieren!

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Von : Larissa Vogler

Dschungelcamp, Tag acht – „Das ist doch albern“

Dschungelcamp, Tag acht – „Das ist doch lächerlich“

Am achten Tag der „Hunger Games“ zeigen sich sowohl die erfahrenen Teilnehmer als auch die jüngeren Kandidaten emotional und körperlich erschöpft. Nichts scheint zu klappen, alle sind am Limit. Für einen Teilnehmer endet jedoch die andauernde Diät: Der erste Dschungelcamper muss die RTL-Stätte verlassen.

Der Fußballspieler Andy Brehme, bekannt für seinen entscheidenden Elfmeter im WM-Finale 1990 in Rom, hat auch eine philosophische Weisheit hinterlassen, die bis ins australische Dschungelcamp reicht: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!“

Ein strapaziöser Tag.

Wer sich am Freitag dazu entschlossen hatte, sich dem größten Reality-TV-Lagerfeuer der Nation anzuschließen, zog sich wahrscheinlich mit einer leichten Erkältung zurück ins Bett. Die Sendung war dieses Mal überdurchschnittlich lang und groß, aber leider auch besonders zäh. Sam holte keinen einzigen Stern bei der Dschungelprüfung, eine von Yeliz und Maurice gefundene Schatztruhe ging durch eine falsch beantwortete Quizfrage wieder verloren. Alte Streitigkeiten wurden wieder aufgewärmt und zogen sich hin. Am Ende mussten vier Raucherinnen ihre letzten Zigaretten abgeben aufgrund von anhaltenden Regelverstößen. „Fuck! Das passt zu diesem Tag“, kommentierte Lilly Becker in ihrem charmanten niederländischen Akzent. Eine kalte Entzugskur beginnt also für Alessia, Lilly, Yeliz und Edith – und das auf leerem Magen.

Schlapp am „Mount IBES“:

Wie an jedem bisherigen Tag musste Reality-TV-Profi Sam Dylan wieder zur Dschungelprüfung antreten. Er hatte zwei Prüfungen am Einzugstag vermasselt und dann in drei Einzelprüfungen mit dem Satz „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ aufgegeben (keine Sterne). Erst als ihm Lilly und einmal Edith zur Seite standen, konnte er Erfolge verbuchen (10, 10, 4 Sterne). „Sam braucht eine starke Frau an seiner Seite. Alleine schafft er es nicht“, hatte Lilly am Ende von Tag sieben verkündet. Am achten Tag wollte Sam beweisen, dass sie unrecht hatte – leider ohne Erfolg.

Sam kämpfte noch im Camp mit seinem Schicksal und beklagte sich über sein „Prüfungs-Abo“, das er anscheinend abgeschlossen hatte, ohne etwas zu unterschreiben. Seine Selbstzweifel nagten an ihm, der Mut sank und das Ziel schrumpfte, je näher er der Prüfung kam. Ohne starke Frau an seiner Seite und mit dem „Mount IBES“ vor sich – einem günstig hergestellten Klettergerüst, das an den Mount Rushmore erinnern sollte – konnte er nicht anders, als schon prophylaktisch zu klagen. Seine Aufgabe war es, eine Leiter 15 Meter hochzuklettern, dann in die Kletterwand zu steigen und oben aus Boxen mit typischem „IBES“-Getier (Kakerlaken, Skorpione, Spinnen) Sterne zu sammeln. Zwölf Minuten hatte er Zeit, um vom Z- zum B-Promi aufzusteigen, wie Moderator Jan Köppen es nannte. Sams Antwort: „Diese Aussicht reizt mich definitiv.“

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Kleines Problem: „Höhen sind absolut nicht mein Ding“, gestand Sam, was eine klare Untertreibung war. Am Ende wurde ihm nicht die Höhe, die er tapfer ignorierte, sondern seine fehlende Kraft zum Verhängnis. Nach sieben von zwölf Minuten ließ er sich weit oben in der Kletterwand hängen, obwohl er bis dahin nur drei Sterne gesammelt hatte (natürlich gesichert durch ein Seil). Das Ergebnis: null Sterne, wieder einmal in einer Einzelprüfung. Punkt für Lilly.

Sam und Jörg im „Telekolleg Rassismus“:

Auch am achten Tag erfüllten die „von RTL“ (Außenstelle Murwillumbah) wieder ihren Bildungsauftrag. Sportkommentator a.D. Jörg Dahlmann ist bekannt dafür, heiße Eisen anzupacken, wenn es am Lagerfeuer zur Sache geht. Dieses Mal startete die Diskussion mit dem Thema „Gendern“, das Jörg vehement ablehnt, wie er berichtete – sehr zum Schulterzucken von Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss. Es folgte das Thema „Was darf man heute eigentlich noch sagen?“, einschließlich der Frage, ob das Wort „behindert“ noch verwendet werden darf. Alessia nutzte es ungeschickt, was die Diskussion auf ein peinliches Niveau brachte, als Jörg Dahlmann einmal mehr seine Fähigkeit unter Beweis stellte, gleichzeitig in mehrere Fettnäpfchen zu treten. „Das Wort ‚Schwarzer‘ oder ‚Farbiger‘. ‚Dunkelhäutiger‘! Bei Sky hieß es damals, man solle bitte ‚People of Colour‘ sagen“, regte sich Dahlmann auf. Pierre sah sich daraufhin genötigt, mit Jörg (und Alessia) ein kurzes „Telekolleg Rassismus in der Sprache“ zu halten – etwas, von dem er dachte, dass es 2025 nicht mehr nötig sein sollte. Abschließende Worte: „Leben. Leben lassen – mir ist doch egal, wie jemand aussieht.“

Einmal wie immer, ohne scharf.

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So könnte man die Gespräche und Themen im Camp zusammenfassen, wenn man sie bestellt hätte. Also, Sam wollte etwa zum wiederholten Mal von Timur wissen, wie das nun mit dem Bill Kaulitz in Los Angeles genau war – und ob da nicht doch etwas gelaufen sei, obwohl Timur nicht auf Männer stehe. Worauf der GZSZ-Schauspieler zum x-ten Male die Chance vergab, bei erneut großem Bemühen, mit etwas anderem als seiner Rolle als der des total süßen Typen im Camp zu punkten. Die andere Beauty, Yeliz Koc, im Reality-TV auch deutlich erfahrener (und auch eloquenter) arbeitete ebenfalls an ihrer Konturschärfung. Sie sei „voll das schlimme Kind“ gewesen, behauptete sie am Feuer, einfach sehr wild. Sie habe sogar geklaut. Sie sei auch erwischt worden und habe ein Jahr Hausverbot bekommen, bei C&A. Nicht überragend, die Geschichte, aber immerhin besser vorgetragen.

Die Anekdote ist aber natürlich nichts, was die Härteste im Camp nicht locker überbieten konnte. Lilly Becker erzählte, wie sie in Miami nach einem Streit mit ihrem damaligen Freund – sie war jung und brauchte das Adrenalin – dessen Mercedes-Cabrio mit voller Absicht schrottete und sich anschließend mit den Polizeibeamten anlegte (noch nie eine gute Idee in den USA) und dafür eine Nacht in den Knast musste. „Das war meine Gefängnisgeschichte.“ Was Jörg Dahlmann geklaut hat, das verschweigen wir hier. Wegen Irrelevanz.

Das große Köcheln.

Das Gute an der erneut verpatzten Dschungelprüfung: das Thema Kochen wird einen weiteren Tag lang keins mehr sein. An Tag acht war das noch anders. Für die vier erspielten Sterne segelten etwa Möhren und ein Opossum im Korb ins Camp. Löwe Maurice: „Was ist ein Opossum?“ Pierre, für einige im Camp allzu konkret: „Eine große Ratte.“ Maurice: „Dat ess ich nicht.“ Du, Jürgen? „Nee. Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.“ Die nächste Überraschung: Fleischzubereitungsfundamentalistin Edith tritt in den Streik: „Ich mache das Fleisch nicht. Das macht ihr! Ich habe so viel abbekommen von euch. Ich schaue einfach zu.“ Nina Bott zu ihr: „Edith, das ist doch albern!“ – „Nein.“ – „Doch.“ – „Nein“. Ein Showdown wie ein Louis de Funès-Film. Zum Glück gibt es morgen wieder nur Reis und Bohnen.

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Wessen Stern ging auf? Keiner.

Wessen Stern sank? Jürgens. An Tag sechs noch der große Allgemeinwissensguru und Löwendompteur, an Tag sieben quasi unsichtbar – und an Tag acht bereits raus. Als erster musste der ehemalige Zehnkämpfer das Camp verlassen. Nicht allzu überraschend. Wer harmlose Großkatzen quält, keine eigene „Followerschaft“ mitbringt und auf diese seltsame Jugend eher verständnislos zu blicken neigt, den bestrafen die Anrufer. Zuvor hatte Hingsen noch bei der Nachtwache der beiden Campältesten zum großen Rundumschlag ausgeholt; hatte etwa Yeliz als „ne ganz Abgebuffte“ bezeichnet (er meinte wohl „Ausgebuffte“). „Und auch die Alessia ist nicht so dämlich, wie sie tut“, analysierte er messerscharf, um nur zwei Beispiele zu nennen, die ihm einige Zuschauer sicher übel genommen haben.

Wer muss morgen gehen? Unser Tipp: Jörg Dahlmann oder Edith Stehfest.

Die schlechte Nachricht für die verbliebenen Camper: Edith ist bis morgen zumindest weiter drin, diese selbst ernannte „alte Seele“ im Körper einer „kindlichen Kaiserin“. Ob das für die Zuschauer eine gute Nachricht ist, weil Edith Hitze im Camp verspricht? Oder ist es einfach nur ein weiterer Tag voller Qualen…?

Heute geht es hoffentlich lebendiger weiter um 20.15 Uhr auf RTL und RTL+.

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