Dschungelcamp Tag 10: Rauswurf der Überanständigen! Wer fliegt als Nächstes?

Startseite » Trends » Dschungelcamp Tag 10: Rauswurf der Überanständigen! Wer fliegt als Nächstes?

Aktualisiert am :

Von : Larissa Vogler

Dschungelcamp, Tag zehn – Abwahl der Überanständigen

Dschungelcamp, Tag zehn – Ausschluss der Überkorrekten

Am zehnten Tag im Camp zeigt Maurice eindrucksvoll, dass er mehr Löwe als Kätzchen ist. Sam und Edith liefern sich einen hitzigen „Rumble in the Jungle“. Und sogar in Australien scheint Donald Trump politische Korrektheit zu bestrafen.

Es ist an der Zeit, den Gürtel enger zu schnallen, auch bei RTL und dessen Aushängeschild „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Trotz der hohen Kosten, die der neue Star Stefan Raab verursacht, bleibt Moderator Jan Köppen optimistisch. Er glaubt, die Kosten durch die enorme Menge an Exkrementen, die Maurice täglich produziert, wieder hereinholen zu können. Tatsächlich scheint es dafür einen Markt zu geben, so Köppen.

Die Unsicherheit der Produktionsfirma ist spürbar, und so musste „Reality-TV-Legende Yeliz Koc“ (RTL), die überraschend am Vortag herausgewählt wurde, heute noch einige Geschichten nachliefern. Das Material ist teuer, und gute Inhalte sind schwer zu finden. Also sah man „La Koc“, trotz ihres Ausscheidens, weiterhin am Lagerfeuer sitzen und dem täglichen Schattenboxen um das Kochen emotionlos zusehen.

„Rumble in the Jungle“:

Im kulinarischen Ring stand zunächst Camp-Köchin Alessia Herren, die es schaffte, Reis und Bohnen anzubrennen. Sous-Chefin Edith Stehfest, zuständig für die Fleischstation, brachte dies auf die Palme und forderte lautstark Erklärungen („What happened with the rice!“). Im darauffolgenden Streit landete Alessia einen Tiefschlag, woraufhin die Kölner Lokalmatadorin außer Atem geriet („Dann koch Du doch demnächst, Edith“). Bevor sie jedoch kollabieren konnte, sprang Trash-TV-Schwergewicht Sam Dylan ein, immer bereit, wenn Erzfeindin Edith zum Kampf ausholt.

Später entbrannte ein Streit darüber, ob die am Vortag erspielten Tomaten roh verzehrt (Team Edith) oder zu Sauce verarbeitet werden sollten (Team Alessia). Als Edith die Tomaten an sich nehmen wollte, ohne sich die Hände zu waschen, forderte Sam sie lautstark heraus. Beide gaben alles und schonten sich nicht. Ihre Auseinandersetzung wurde musikalisch untermalt von einer Slowmotion-Version des Songs „Make Peace – No War“ von Rapper Skepta. Der Kampf war laut und quälend. Das Publikum starrte entweder entsetzt in den Himmel oder hielt beschämt die Hände vor die Augen.

Siehe auch  Reality-tv: geënsceneerde liefde, racisme en doodsbeloften ontmaskerd

Wirkungstreffer:

Lilly Becker, gewohnt durchsetzungsstark, griff schließlich mit einem entschiedenen „Enough!“ ein, zog Edith aus dem Streit und ermahnte sie: „Edith, stopp, das ist immer noch Fernsehen!“ Sam, bereit für weitere Auseinandersetzungen, machte seine Kampftaktik deutlich: „Edith soll an einen Baum gefesselt werden – bis das Essen fertig ist.“ Währenddessen versuchte Lilly, Edith zu beruhigen, indem sie darauf hinwies, dass Sam in allen Reality-Shows für Unruhe sorge und dies seine Strategie sei. „Ich hab von Anfang an gesagt: Dat is ne fiese Junge!“ Trotzdem ging Sam als Punktsieger aus dem Streit hervor.

Auf dem „Popokatepetl“:

„Löwe“ Maurice Dziwak sicherte sich den größten Teil der Sendezeit in Folge zehn, nicht nur, weil er allein zu der Dschungelprüfung antreten musste. Als eher einfach gestricktes Großkätzchen gab er immer wieder Raum für die Alltagsweisheiten, die er von sich gab. Zum Beispiel über Jörg Dahlmann: „Hinter dem Jürgen riecht es immer ein wenig nach verbrannter Erde.“ Manchmal schienen die Gedanken jedoch direkt durch seinen Kopf zu schießen und ungefiltert aus seinem Mund zu kommen. Oder sie landeten eine Etage tiefer, schlugen auf den Magen und gingen direkt durch den Darm nach unten. Das nahm Raum und Zeit in Anspruch. Zwischendurch hatte man den Eindruck, dass Jörg – niemand darf im Camp allein auf die Toilette gehen – einen Großteil seiner Zeit damit verbrachte, vor dem Vorhang der Toilette zu stehen und laut „Es geht schon wieder los“ zu singen, nur um dem Rest des Camps die wahre Diarrhö dahinter zu ersparen.

Ein Löwe, kein Kätzchen: die Dschungelprüfung.

Die Prüfung trug den Namen „Einkaufsstrafe“ und bot besondere „Madenöffnungszeiten“ für Maurice. Er wurde von den Mitcampern nach einigem Hin und Her (die meisten hatten sich zunächst selbst nominiert) für seine erste Prüfung ausgewählt. Drei Läden – „Fischeparadies“, „Elektro Elend“ und die „Spielhölle“ – warteten mit unterschiedlichem Getier auf. Er durfte maximal drei Minuten in jedem Laden verbringen und musste zwischendurch zwei Snacks bei „Gyros Antony“ zu sich nehmen, um insgesamt zehn Sterne zu erreichen.

Siehe auch  Kalter Wasserstoß: Wie Gegenwartsmüll einfach weggespült wird!

„Ich geb Gas, ich schwör, ich zieh das durch“, motivierte sich der Löwe, gab jedoch zu, dass er „ein kleiner Schisser“ sei. Bei der Suche holte er dennoch je zwei Sterne pro Laden. An der Imbisstheke – oft die wahre Herausforderung bei den Prüfungen – zeigte er große Tapferkeit. Die „Gyros Pita aus Kakerlaken- und Mehlwürmern“, gefüllt mit „Enten-Innereien, Haut vom Entenkopf, Kaviar aus Surströmming, tausendjährigem Ei, Kakerlaken und Mehlwürmern“ schaffte er zur Hälfte, bevor die Zeit abgelaufen war. Die Beilage – Zaziki aus Stinktofu, Seetang und tausendjährigem Ei mit zwei Surströmming-Pommes – musste er „leider“ stehen lassen. Dennoch holte der Löwe seinen siebten Stern, indem er einen „Erfrischungsdrink“ aus fermentierten Pflaumen, Nattō-Bohnen und Käsefrucht hinunterschluckte. Der Rest des Tages war geprägt von Würgen und „Fäkalschlacht“ (Jan Köppen).

Wessen Aktien stiegen?

Jörgs Aktien stiegen. Gestern noch der Buhmann unter den Palmen, dessen Nicht-Ausscheiden alle überraschte, zeigte er sich heute als treuer Freund für den Löwen in allen Notlagen. Auch Sam, der weiter an Format gewann, und Alessia, die sich für eine Kochshow im RTL-Nachmittagsprogramm empfahl (Titelvorschlag: „Herren-Gedeck“).

Wessen Chancen crashten:

Eindeutig die von Nina Bott. Bis gestern unangefochten als lebensklug und empathisch geschätzt, brach ihr die übertriebene politische Korrektheit (symbolisch) das Genick. Edith und sie erhielten die wenigsten Stimmen. Am Ende musste sie gehen.

Im Namen des Donald: Bott hatte Jörg an Tag neun zur Rede gestellt, weil dieser sich mit dem Bild des seine Faust in den Himmel reckenden Donald Trump nach dem überlebten Attentat für seine Dschungelprüfung motiviert hatte. Nicht einmal die Tatsache, dass Dahlmann betonte, dass er den US-Präsidenten weder als Mensch noch als Politiker schätze, stoppte Bott in ihrem Aufstand der Überkorrekten. Sie tat so, als würde das bloße Aussprechen des Namens Trump die Jugend verderben. Wie daneben das viele fanden, auch jene, die Trump kritisch sehen, und wie schnell dadurch Botts Aktien sanken, zeigt exemplarisch ein Blick in den Kommentarbereich unter unserem Artikel zu Tag neun. Trump schlägt also Bott – und wirkt damit bis in den australischen Busch.

Siehe auch  opvouwbare helmen en slimme bakfietsen: automatische schakelingen maken fietsen makkelijker

Wer fliegt als Nächstes? Große Ratlosigkeit, besonders nach dem Rauswurf von Yeliz Koc gestern. Damit hatte auch im Camp niemand gerechnet, alle suchten nach Gründen: „Nicht die Follower sind entscheidend“, vermutet Löwe Maurice die Abwahl. „Es kommt auf die Persönlichkeit an.“ Lilly Becker, die bekanntlich immer mit offenem Visier kämpft, fragte sich nachträglich: „Wo ist der Inhalt dieser Person?“ Und wenn alle schon beim Nachtreten sind, darf auch die Frohnatur Alessia Herren nicht fehlen: „Nur Schönsein reicht eben nicht. Vielleicht fanden die Zuschauer sie zu langweilig?“

Eine Prognose: Edith Stehfest, weil null sympathisch, im Camp viel gehasst, ohne große Fanbase und heute bereits mit einem „vielleicht“. Oder Timur Ülker, weil er einfach immer konturlos bleibt. Aber was gelten Prognosen schon in diesem Camp.

Heute geht es weiter um 20.15 Uhr bei RTL und RTL+

Ähnliche Artikel

Bewerten Sie den Artikel
Teilen Sie diesen Artikel :

Schreibe einen Kommentar