Dschungelcamp Tag 6: „Ist das nur was für Blöde?“ Spannung und Eklat!

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Von : Larissa Vogler

Dschungelcamp, Tag sechs – „Ist das hier nur was für Blöde?“

Dschungelcamp, sechster Tag – „Ist das hier eine Show für Idioten?“

Am sechsten Tag im Camp vertiefen sich die Gräben sowohl zwischen den Teilnehmern als auch zwischen den Altersgruppen. Jürgen konfrontiert Maurice mit der Frage, ob er überhaupt irgendetwas wisse. Jörg meint indessen sehr genau zu wissen, wie Homosexuelle ticken. Yeliz hingegen lächelt weiterhin sämtliche Schwierigkeiten einfach weg.

Wer noch immer behauptet – und das passiert gelegentlich sogar unter unseren täglichen „Ich bin ein Star“-Updates –, das Dschungelcamp sei der kulturelle Niedergang des Abendlandes und kein Bildungsfernsehen, der wurde am sechsten Tag von RTL eines Besseren belehrt. Ein „Pisa-Test unter Palmen“ stand auf dem Programm, ein Wissensquiz, das die unterschiedlichen Generationen zusammenbringen sollte. Besonders Jürgen Hingsen, ehemaliger Zehnkampf-Silbermedaillengewinner und 67 Jahre alt, und der 26-jährige Maurice Dziwak, bekannt aus dem „Sommerhaus der Stars“, gerieten dabei in einen hitzigen Schlagabtausch.

Wo ist das Allgemeinwissen geblieben?

Während des Abwaschens spricht Jürgen von seiner Statue, die 2,50 Meter misst, aus Bronze gefertigt ist und in Düsseldorf an der Niederrheinstraße 175 steht. Den Namen des Bildhauers, Arno Breker, ein Liebling von Hitler und höchst umstritten, lässt er weise unerwähnt.

Doch Jürgen erzählt auch von einer Radierung, die er einst von Dalí geschenkt bekam. Maurice zeigt keinerlei Reaktion darauf. Jürgen, ungläubig: „Salvador Dalí. Kennst du nicht?“ – „Nee.“ – „Du musst doch wissen, wer das war!“ Es folgt eine peinliche Pause. „Chagall? Van Gogh?“ Eine weitere Pause. „Du hast doch Abitur?!“ – „Ja.“ – „Das waren Maler.“ Maurice, kleinlaut: „Was nützen mir die Bilder?“ Jürgen, unerbittlich: „Westfälischer Frieden? Münster? Dreißigjähriger Krieg?“ Stille. Jürgen, fassungslos: „Thomas Mann? Kleist? Das geht doch nicht, dass man gar nichts weiß!“ Maurice, sichtlich getroffen: „Solche Sprüche kannst du nicht bringen, Jürgen.“ Jürgen, schockiert: „Ist das hier nur was für Dummies, dieses Format?“ Maurice, den Tränen nahe: „Nicht cool von dir. Echt! Verdammt, Mann!“

Dieser Austausch illustriert die krassen Gegensätze, die in diesem Dschungelcamp-Experiment aufeinanderprallen: eine ältere Generation, die noch analog sozialisiert wurde, und eine junge, die durch Handys und Privatfernsehen groß wurde. Dabei zeigt sich, dass die Situation für Maurice zwar demütigend war, aber für Jürgen, der sich später entschuldigte, langfristig schädlicher sein könnte. Denn es gilt die alte Dschungelcamp-Regel: Im Ernstfall sympathisieren die Zuschauer mit den Gedemütigten und Geschlagenen.

Bimmel-Bingo mit Jörg Dahlmann

Zur Beruhigung der jüngeren Zuschauer gibt es im Camp den ehemaligen Fußballkommentator Jörg Dahlmann. Er ist der lebende Beweis, dass Allgemeinwissen und ein höheres Alter nicht unbedingt zu Weisheit oder Sensibilität führen. Dahlmann, der gerne seine Kommentatorenstimme ertönen lässt, schafft es regelmäßig, harmlose Situationen durch unpassende Worte oder Bilder komplett zu ruinieren – und das jedes Mal aufs Neue. Eine Fähigkeit, die ihm bereits seinen Job bei Sky in München gekostet hat.

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In Australien unterstellte er zunächst Edith Stehfest, dass sie von ihrem Ehemann als „Ex-Mann“ gesprochen hätte, was diese verärgerte. Am nächsten Tag bezeichnete er Nina Bott, die auf die Einhaltung von Camp-Regeln pochte, als „hörig“, was sie überhaupt nicht lustig fand. Diesmal ging es um Pierre und seine Homosexualität. Schlagersängerin Anna-Carina fragte Schauspieler Pierre, ob er „schon immer schwul gewesen“ sei. Pierre antwortete mit „Ja, ich bin quasi in Pumps geboren“. Harmlos, hätte sich nicht Nina Bott eingemischt und zu Jörg gesagt: „Du bist auch schwul? Das wusste ich nicht!“

Was folgte, war ein peinliches Dementi von Dahlmann, das stark danach klang, als hätte er ein Problem mit Homosexualität. Jeder Satz, den Jörg dann folgen ließ, verschlimmerte die Situation nur noch. Pierre rollte nur noch mit den Augen angesichts der Klischees über homosexuelle Männer, die Dahlmann von sich gab. Moderator Jan Köppen stellte danach grinsend fest: „Beim großen Jörg-Dahlmann-Bingo fehlten eigentlich nur noch: ‚Schwule richten sich immer so schön ein‘. Und: ‚Aber den Ball werfen können sie nicht.‘“

Wir ersparen Ihnen die darauffolgende Szene, in der Jörg Dahlmann den Damen seine Erfahrungen mit der Dating-App Tinder erzählte, die Single Jörg immer zuverlässig „Frauen zwischen 45 und 55 aus meiner Region anbot“. Uns bleibt nur die Feststellung: Dieser Kandidat wirkte regelmäßig wie ein Spieler, der sich frei vorm Tor selbst das Standbein wegtritt.

Edith nervt härter.

Musikerin Edith Stehfest, die zwar beim Singen von Tokio Hotels „Durch den Monsun“ keinen einzigen Ton trifft, nervt ihre Camp-Kollegen und besonders die Kolleginnen immer zuverlässiger. Beispielsweise beim Essen – es gibt endlich mehr als nur Bohnen und Reis – besteht sie darauf, alleine das Fleisch zuzubereiten. Büffelnacken. Weil nur sie das kann. Das gelingt ihr so gut, dass selbst der hungrige Maurice („Ein Löwe isst Chicken Nuggets, Pommes, Bratwurst“) auf das Ergebnis freiwillig verzichtet. Und sie nervt bei der Körperpflege: Edith entwendet ständig den einzigen Spiegel im Camp aus dem Badebereich und trägt ihn, sich eingehend betrachtend, im Camp mit sich herum. Alessia meint genervt: „Junge, die nervt mich so!“

Yeliz, die Barmherzige:

Reality-TV-Darstellerin Yeliz Koc wird nach Jimi Blue Ochsenknecht gefragt, dem Vater ihrer Tochter, der sich noch vor der Geburt von ihr getrennt hatte. Wie bereits an Tag zwei erzählt, sucht er gerade (erstmals) wieder die Nähe zu seinem Kind. Der Schauspieler, einst als Kinderstar in „Die wilden Kerle“ sehr erfolgreich und Sohn von Uwe und Natascha Ochsenknecht, scheint aber schon länger finanziell am Ende, zudem offenbar wohnungslos zu sein und wollte daher ungefragt und schleichend bei Yeliz und ihrer Tochter wieder einziehen. Dem hat sie jedoch einen Riegel vorgeschoben, stellt sie klar: „Ich kann nicht immer alle retten.“

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Ein Neuzugang? Jein.

Mit der Schlagersängerin Anna-Carina Woitschack, bekannt als getrennte Noch-Ehefrau von Trompeter Stefan Mross und Siegerin des weitgehend unbekannten Reality-Formats „Der Verräter“, taucht endlich auch eine Teilnehmerin aus der Versenkung auf, von deren Existenz die Zuschauer bisher kaum etwas mitbekommen haben. Nun durfte sie zum zweiten Mal und etwas ausführlicher ins Rampenlicht. Sie erzählte, wie es war, in einer Schlagershow öffentlich zu heiraten. Wie es war, sechs Jahre mit Mross „24/7“ unterwegs zu sein, etwa im Europapark Rust für „Immer wieder sonntags“. Wie es war, von der besten Freundin ersetzt zu werden. Wie es war, als die dann auch noch zu singen anfing und sich zudem die Haare so blond färbte wie Anna-Carina. Sie merken schon: So richtig packend war das nicht – und wäre es noch weniger gewesen, wenn nicht das wandelnde Boulevardmagazin Sam ihr die Stichworte souffliert hätte („War es nicht so …?“).

Die Prüfung:

Die Einladung zu Snacks und Getränken am „Dschungel-Kiosk“ hatten am Vortag Sam Dylan (wie immer), Lilly Becker (zum zweiten Mal) und Yeliz Koc (als Newcomerin) erhalten. Nach der gestrigen „Dschungelprüfung für Anfänger“ (Sam), ertragreich mit zehn Sternen, aber ohne echte Herausforderungen, ging es diesmal schon mehr ans Eingemachte. Denn in den Gläsern und Kühlschränken des „Büdchens“ warteten auf die Prüflinge Dschungelcamp-typische Leckereien wie püriertes Bullenhirn, Kakerlakenlarven oder Stinketofu.

Jeder der drei durfte zweimal zum Kiosk gehen, um Speisen und Getränke für insgesamt maximal zwölf Sterne zu bestellen. Um die erspielten Sterne zu behalten, durften sie sich beim Essen oder Trinken nicht die Nase zuhalten, mussten in der Zeit bleiben und durften sich nicht übergeben. Es kam weitestgehend, wie zu erwarten war. Yeliz brachte zwar ein Stück Stinketofu über ihre wohlgeformten Lippen, aber nicht bis in den Magen, für die Larven war die Zeit schon um, und auch der zweite Gang, sie wählte Hühnerherzen und nichts zum Trinken dazu, führte nur zu: null Sternen.

Sam bestellte zunächst Schweinezitzen beim Kioskbesitzer Matt („Bitte die Zitzen“). Er kaute zwar ausgiebig darauf herum, brachte sie aber ebenfalls nicht herunter. Die Blicke, die Drill Instructor Lilly Becker, die Hand in der Hüfte, angesichts dieser Nicht-Performance in den Himmel sandte: „unbezahlbar“. Becker selbst zeigte wieder, dass sie aus einem deutlich härteren Holz geschnitzt ist. Sie wählte eine Flasche pürierte Hühnerfüße, setzte an und schluckte den halben Liter ohne abzusetzen runter. Ihr Kommentar danach: „Verpiss dich!“ Erster Stern.

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Danach bestellte sie mehrere Uteri von der Sau und nahm zur Begleitung einen halben Liter püriertes Bullenhirn aus dem Späti-Kühlschrank. Stopfte die roten Uteri in den Mund und trank, immer abwechselnd, bis alles im Magen war. Zwei Sterne. Riesenrülpser. „Was rein muss, muss auch raus“, erklärte sie nach der Prüfung und tat am Rande einer Wiese, was sie tun musste. Immerhin war der heroische Geist von Lilly am Ende der Prüfung noch auf Bisher-Feind-Sam übergesprungen. Sam trank einen halben Liter pürierten Büffelpenis – und konnte das später selbst kaum fassen. Gesamtergebnis: vier Sterne, drei Lilly, einer Sam, keiner von Yeliz. Ergebnis: so mittelgut.

Wer konnte punkten:

So seltsam das klingt: Maurice, der Löwe. Fehlende Allgemeinbildung hat im Dschungel noch niemandem geschadet. Im Gegenteil. Zudem punktete Lilly weiter für ihre, wie sie es nennen würde: „Leadership“. Und überraschenderweise auch Sam, der sich ausgerechnet an Lillys Seite überwinden lernte und sogar eine erträglichere Seite von sich offenbarte.

Wessen Stern sank:

Jörgs, Jörgs, Jörgs, wegen: Jörg. Der Stern von Edith, weil wieder ausschließlich Ich-bezogen und dabei nervig. Zudem Jürgens wegen: Löwenjagd. So gut sie gemeint war. Die ist in Australien verboten.

Wer muss in die nächste Prüfung:

Drei Camper bekamen ein „vielleicht“: Yeliz, die es nach der weggelächelten Nicht-Leistung wieder verdient hätte, Edith erstmals und – natürlich – der ewige Sam. „Gewonnen“ und damit Teilnehmer an Tag sieben: Edith und Sam. Eine Paarung, die Explosivität verspricht.

Heute geht es weiter um 20.15 Uhr bei RTL und auf dem „Screamingsender“ RTL+

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