Bräunungsstreifen: Das Must-Have Accessoire für den Sommer!

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Von : Larissa Vogler

„Tan Lines“ sind das ultimative Accessoire des Sommers


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„Bräunungsstreifen“ – Das Must-have dieses Sommers

Auf der Social-Media-Plattform TikTok erleben „Tan Lines“ gegenwärtig einen enormen Hype. Viele begeistern sich dafür, sich bewusst den starken UV-Strahlen auszusetzen, während andere dazu übergehen, sich die Bräunungslinien künstlich aufzumalen. Was steckt hinter diesem Trend zum „Sunburn Chic“?

Nach über drei Jahrzehnten weiß ich, wie schädlich Sonnenbrände sind. Sie sind nicht nur schmerzhaft und peinlich, sondern auch gefährlich. Dennoch habe ich mir diesen Sommer schon mehrere Sonnenbrände zugezogen. Mal war es die Nase, mal die Kopfhaut, mal der Po oder die empfindliche Haut unter dem Bikiniträger, wo ich nicht gründlich genug eingecremt hatte.

Immer wieder ärgere ich mich darüber. Weil ich nicht oft genug nachgecremt habe, weil der Wind die Stärke der Sonne verschleiert hat, oder weil ich einfach zu nachlässig war. Dabei sollte ich es eigentlich besser wissen. Die Sommer meiner Kindheit verbrachte ich mit meiner italienischen Mutter an verschiedenen Stränden – von Gabicce über Riccione bis Jesolo und Rimini. Auch wenn sich die Farben der Sonnenschirme und das Menü des Hotels änderten, die Sonnencreme meiner Mutter war stets ein treuer Begleiter.

Sie verwendete die Sonnencreme mehrmals täglich, ebenso wie die Regel, dass man zu den heißesten Stunden des Tages den Strand verlässt und im abgedunkelten Hotelzimmer auf den späten Nachmittag wartet. Diese Einstellung hat mir eine tiefe Liebe für den Duft von Sonnencreme und die kindliche Freude daran vermittelt, selbst zu entscheiden, ob ich mittags am Strand bleibe oder nicht. Meistens entscheide ich mich dafür, im Schatten zu bleiben. Doch viele andere liegen stundenlang in der prallen Sonne, ihre Haut glänzt im Sonnenlicht wie die Fassade eines verglasten Hochhauses.

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Statt Angst vor Sonnenbrand zu haben, fürchten sie wohl eher, keine markanten „Tan Lines“ zu bekommen. Diese sind zu einem großen Trend geworden. Auf TikTok zeigen junge Frauen stolz die weißen Streifen, die sich deutlich von ihrer tiefbraunen (oder tiefroten) Haut abheben. Bikinistreifen sind zu einem „Accessoire“ avanciert, wie auch die ARD berichtete. Manche Nutzerinnen plädieren sogar dafür, sich extrem starker UV-Strahlung auszusetzen, während andere sich die Bräunungsstreifen einfach aufmalen.

Dieser Trend könnte von einem Cover des „Perfect Magazine“ inspiriert sein, auf dem die Influencerin und Sängerin Addison Rae letztes Jahr zu sehen war. Sie trug einen Bikini, zeigte eine aufgesprühte Fake-Bräune und ebenso künstlich aufgemalte helle Bikinistreifen. Man nennt diesen Look auch „Sunburn Chic“.

Obwohl ein gefälschter Sonnenbrand sicherlich weniger gefährlich ist als ein echter, finde ich beide nicht besonders ansprechend. Dennoch kann ich die Faszination für „Tan Lines“ nachvollziehen. Wenig erinnert uns so sehr an den vergangenen Sommer wie die Spuren der Sonne auf unserer Haut. Je mehr sich die dunklen und hellen Stellen wieder angleichen, desto länger liegt der Urlaub zurück, und desto mehr neigt sich der Sommer seinem Ende zu.

Ich habe mich über meine Sonnenbrände geärgert, aber über die „Tan Lines“ habe ich mich gefreut. Beides ist ungesund und sollte vermieden werden. Aber nur, weil man etwas besser weiß, heißt das noch lange nicht, dass man es auch richtig macht.

Silvia Ihring schreibt in ihrer Kolumne „Körpereinsatz“ über das Streben nach der richtigen Balance zwischen Fitness-Trends, sportlichem Ehrgeiz und Spaß an der Bewegung.

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