Body-Positivity vorbei: Ist jetzt Dünn-Shaming an der Reihe?

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Von : Larissa Vogler

Folgt auf „Body-Positivity“ jetzt Dünn-Shaming?

Wird „Body-Positivity“ durch Dünn-Shaming abgelöst?

Die britische Werbeaufsicht hat kürzlich zwei Bilder einer Modekampagne kritisiert, da die darauf abgebildeten Models „zu dünn“ erschienen. Dies sei teilweise auf die unvorteilhafte Frisur zurückzuführen. Es scheint ein verzweifelter Versuch einer gescheiterten „Body-Positivity“-Bewegung zu sein, schlanke Menschen medizinisch zu stigmatisieren.

Kann ein straff zurückgebundener Dutt wirklich dazu führen, dass jemand zu dünn wirkt? Diese absurde Frage stellt sich derzeit das Modehaus Zara. Die Advertising Standards Authority (ASA) in Großbritannien hat zwei Werbebilder einer neuen Kampagne als „unverantwortlich“ bezeichnet und deren Veröffentlichung verboten, weil die Models darauf „krankhaft dünn“ wirkten. Hierbei betont die Behörde das Erscheinungsbild, nicht den tatsächlichen Gesundheitszustand.

Medizinisch gesehen sind die Models nicht untergewichtig. Zara hatte wie gewohnt ärztliche Bescheinigungen vorgelegt, die den gesundheitlichen Zustand der Models bestätigen. Um den Körper direkt nicht zu kritisieren, wird der Fokus auf Licht, Pose und Styling gelegt. In einem Bild lässt ein streng gebundener Dutt das Gesicht „hager“ erscheinen, in einem anderen hebt die Pose die Schlüsselbeine stark hervor. Das Ergebnis bleibt jedoch dasselbe: Der schlanke Körper wird negativ dargestellt.

Wenn es so weitergeht, könnten die Models in Zukunft Aufträge verlieren. Es sei denn, sie beginnen, gegen ihr natürliches Körpergefühl anzukämpfen und sich abends mit Fast Food vollzustopfen, nur um einer Norm zu entsprechen, die die „Body-Positivity“-Bewegung eigentlich beseitigen wollte. Diversität, Akzeptanz, Toleranz – das waren die Schlagworte. Die Realität scheint jedoch ein ideologisches Umerziehungsprojekt zu sein, das Gesundheit und Disziplin systematisch abwertet und ungesunde Körperformen glorifiziert.

Der schlanke Körper, einst Symbol für Mäßigung und Selbstkontrolle, wird nicht mehr toleriert, sondern als strukturelles Problem angesehen. Schlankheit ist nicht mehr erstrebenswert, sondern verdächtig. Wer auf sich achtet, wird als Mitläufer eines überholten Systems betrachtet.

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Inzwischen lehnen immer mehr Marken und Konsumenten den moralisierenden Ton der Fat-Aktivisten ab. Die Popkultur findet neue Vorbilder: nicht mehr die überforderte Woke-Ikone, sondern erfolgreiche Frauen wie Sydney Sweeney.

Der Versuch, schlanke Menschen zu pathologisieren

Ein toxisches Klima hat sich entwickelt, das durch Institutionen wie die ASA noch verschärft wird. Stellen Sie sich vor, es wäre umgekehrt gewesen – und die Behörde hätte Zara kritisiert, weil die Lockenpracht eines übergewichtigen Models zusätzlich „aufträgt“. Die Empörung hätte die sozialen Medien zum Explodieren gebracht. Doch solange schlanke Menschen beschämt werden, bleibt der Protest aus.

Dünn zu sein bedeutet ebenso, Vorurteilen ausgesetzt zu sein, wie es oft bei Übergewicht der Fall ist – inklusive Unterstellungen von Magersucht und besorgten Nachfragen nach dem eigenen Wohlbefinden, selbst von Personen, die wissen, dass es einem gut geht. Oft führt bereits ein sichtbarer Gewichtsverlust dazu, dass soziale Kontakte abbrechen.

Die tiefe Abneigung gegen schlanke Körper zeigt sich nun in den Aktionen der sogenannten „Diversity-Aktivisten“, die versuchen, schlanke Menschen zu pathologisieren. Es wird deutlich, dass die „Body-Positivity“-Bewegung nie eine Befreiung, sondern ein Deckmantel für Neid, Missgunst und die Unfähigkeit war, maßvoll zu handeln. Der neue Hass, der sich nun gegen gesunde, schlanke Körper richtet, verdeutlicht dies auf beunruhigende Weise. Man hört diesen Personen zwar kaum noch zu, aber die Sache mit der Frisur war dann doch zu kurios.

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