Lilly Becker triumphiert: Die neue Dschungelkönigin – „We did it, Amadeus!“

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Von : Larissa Vogler

„We did it, Amadeus!“ – Lilly Becker ist die neue Dschungelkönigin

„Wir haben es geschafft, Amadeus!“ – Lilly Becker ist die neue Königin des Dschungels

Freundschaftliches Finale ohne Missgunst: Das Dschungelcamp 2025 endet in vollkommener Eintracht. Pierre Sanoussi-Bliss sorgt auf der letzten Runde durch eine beeindruckende Leistung noch einmal für Spannung. Letztlich triumphierte jedoch diejenige, die den Sieg am meisten ersehnte und auch verdiente: Lilly Becker.

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In der „Tour de France“ ist die letzte Etappe bekanntlich die entspannteste und harmonischste, aber oft auch die langweiligste. Traditionell greifen die Konkurrenten den Führenden an diesem Tag nicht mehr an. Sie nähern sich oft schon entspannt mit einem Glas Champagner in der Hand dem Ziel in Paris. Ein ähnliches Bild bot sich am letzten Tag der Ausgabe 2025 von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“, dem wichtigsten Reality-TV-Wettbewerb im deutschsprachigen Privatfernsehen.

Keine Missgunst, wirklich nirgends. Auf dem Weg zum Ziel radelten – in glaubhafter freundschaftlicher Verbundenheit – Lilly Becker, Pierre Sanoussi-Bliss und Alessia Herren, drei Teilnehmer, die sich in den vergangenen 17 Tagen schätzen gelernt hatten. Timur Ülker und Edith Stehfest wurden kurz darauf als letzte Konkurrenten verabschiedet, deren Ausscheiden niemand wirklich bedauerte – weder die drei Finalisten noch offensichtlich die Macher bei RTL. Edith durfte als Köchin zwar noch ein letztes Mal kochen (drei schwarze Seidenhühner; sie bestand als einzige auf dem Urteil „lecker“). Beide Ausgeschiedenen, zuerst Timur, dann Edith, wurden auch noch pflichtgemäß über die Brücke zu ihren Liebsten/Begleitern geführt, es durften auch noch einige Tränen beim Abschied vergossen werden. Doch letztlich herrschte ein sehr unterkühlter Ton, den stellvertretend Stefan Raab als Rausschmeißer prägte: „Ciao – macht’s gut!“, dabei kalt grinsend. Aus Köln war Raab zugeschaltet, um für seine Show zu werben, die nun auch im regulären RTL-Programm laufen wird. Raab war einer der Running Gags der Staffel, immer mal wieder eingebaut in der Rolle eines zu forschen, angeheirateten Stiefsohns, der den IBES-Machern das RTL-Erbe streitig machen wollte.

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Triumph der Willigen: Im Finale standen schließlich unangefochten Lilly, Pierre und Alessia, die sich jeweils in inszenierten Duellen gegen Edith und Timur durchgesetzt hatten. Die Reaktionen der drei Überlebenden auf ihre Finalteilnahme zeigten sofort den feinen Unterschied zwischen ihnen. Alessia, das Küken des Camps, konnte es kaum glauben: „Ich im Finale. Oh mein Gott, wie krass. Ich kann es nicht fassen.“ Pierre, sonst eher zurückhaltend, zeigte sich bewegt: „Unglaublich, was ist los mit den Leuten in Deutschland.“ Lilly Becker hingegen war fest entschlossen: „Jetzt glaube ich wirklich an die Krone!“ So vermittelten zwei der Finalisten sofort, dass sie mehr als glücklich mit dem bereits Erreichten waren – und eine wollte unbedingt den Sieg.

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Die Einzelprüfungen: „Die drei Richtigen sind im Finale“, meinte Lilly, „ab jetzt können wir das nur noch genießen.“ Alessia fand, sie seien „das schönste Trio!“ Pierre, immer für einen Spaß zu haben, scherzte: „Ich finde es cool, dass ich all die Heteros rausgehauen habe.“ So harmonisch die drei auch auf das Ziel zugingen, sich gegenseitig stets ihre Zuneigung versichernd, warteten auf dem Weg zum Dschungelthron dennoch drei Einzelprüfungen auf sie. In diesen konnte überraschenderweise nur ein Kandidat punkten – und es war nicht Lilly. Welche Prüfung jeder antreten wollte, durften die Finalisten selbst entscheiden, basierend auf den Titeln der Prüfungen, ohne deren Inhalt zu kennen. Pierre präsentierte drei Tafeln mit den Prüfungstiteln am Lagerfeuer. Alessia wählte „Ich schaff das nicht!“ („Das ist mein Satz!“), Lilly „Ich kann das nicht!“ (was bisher nie der Fall war im Camp). Pierre, bekannt für seinen eigenen Willen, blieb passend noch: „Ich will das nicht!“. Für jede Prüfung gab es fünf Sterne zu gewinnen, die für die Speisen des feierlichen Abschlussdinners im Dschungel bestimmt waren. Die drei Kandidaten hatten sich jeweils eine Vorspeise, ein Hauptgericht und ein Dessert gewünscht.

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Alessia machte Alessia-Sachen. Das Kölner Camp-Küken blieb sich auch im Finale treu. Alessia rief „Boah, isch hab so Angst!“ noch bevor sie überhaupt wusste, worum es gehen würde – oder was sie erwarten würde. Dann erfuhr sie es: Sie sollte um die Vorspeisen kämpfen, drei Sterne gab es dafür zu holen, einen für ihr Lieblingsgetränk, einen für ein persönliches „Goodie“. Dazu musste sie in sechs Minuten durch sechs Kammern krabbeln, in denen sich neben den Sternen das übliche Getier befand. Kammer eins, Schlangen, schaffte sie noch nach langem Zögern („Die Schlange guckt mich an. Isch komm gar nicht klar. Die berührt mich.“ – Jan Köppen, leicht genervt: „Ja, die berührt dich. Die tut aber nix.“), aber da war die komplette Zeit schon fast um. In Kammer zwei schaute Alessia noch kurz rein, Spinnen: „Isch möchte da nicht rein.“ Musste sie auch nicht, die Zeit war um. Keine Vorspeise fürs Dinner.

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Pierre in „Die Maschine 2“. Pierre Sanoussi-Bliss hatte die Essensprüfung gezogen, normalerweise immer die widerlichste im Angebot. Fünf Gänge bekam er vorgesetzt für fünf Sterne. Er kämpfte um die Hauptgerichte plus Getränk und „Goodie“. Ob er Lust auf die Prüfung habe, fragte Jan Köppen. Pierre ganz Pierre-like: „Wer hier Lust drauf hat, der hat masochistische Züge. Die habe ich nicht.“ Um den Kontrast noch etwas größer zu machen, bekam er vor jedem Ekelgang noch ein tatsächlich leckeres Kontrastmahl vorgesetzt. Er konnte auch wählen, aber dann wäre die Prüfung vorbei. Um es kurz zu machen: Wer glaubte, der Ästhet und Feingeist Pierre, immer für einen (meist) klugen und (immer) wohlformulierten Gedanken zu haben, würde sich Krokodilhoden, Kamelfuß oder pürierte Kuhvagina verweigern, der hatte sich so etwas von getäuscht. Ohne eine Miene zu verziehen aß und trank er, was auf den Tisch kam. Jan Köppen: „Alter Schwede, der isst Krokodilhoden wie Mozarella.“ – „Darf ich fragen: Nach was hat das geschmeckt?“ Pierre: „Das möchtest du nicht wissen!“ Einzig ein Büffel-Auge kam Pierre, nachdem er es bereits runtergeschluckt hatte, wieder hoch. Vier Sterne. Sonja Zietlow: „Well done!“ Die Moderatoren gaben ihm im Abgang noch einen Titel mit, den zuvor nur Lilly sich verdiente: „Maschine!“ Pierre: „Die pürierte Kuhvagina. Das war schon das Ekligste, was ich je im Mund gehabt hatte.“

Panik im Schlangenbad. Lilly Becker, bisher die einsame Königin im Dschungel (mit Pierre als ihr Hofnarr), emphatisch, tough, im richtigen Moment auch mal mit einer Ansage (etwa an Edith), zeigt auf einmal Nerven. Im Sport würde man ihr Verhalten am Finaltag als overpacen bezeichnen. Sie wollte, kurz vor dem Ziel, offensichtlich einfach zu viel. „Ich hab Knoten in meine Bauch. Ich bin so nervös“, sagte sie vor der Prüfung. Für die hatte Jan Köppen die schöne Bezeichnung „Nightmare on Helmstreet“. Lilly musste, mit Taucherbrille, Nasenschutz und Schnorchel, ihren Kopf von unten in eine Plexiglasbox stecken. Von oben kamen Wasser und Tiere in die Box. Ein „All or nothing“-Spiel, wie Köppen es nannte: fünf Minuten musste sie aushalten, dafür hätte es fünf Nachttisch-Sterne gegeben. Wenn sie aber vorher den Kopf herauszöge, dann wären alle Sterne weg. Zunächst kam Wasser, dann drei große Aale, dann zehn Kröten, das Problem: zwei Aale glitten durch die Halskrause hinunter durch ihren Ausschnitt in ihr T-Shirt und bewegten sich dort weiter. Die Panik stieg, nach drei Minuten gab sie auf. „Ich hatte die Augen zu und dachte, es sind Schlangen.“ Sonja Zietlow mit einer der wenigen kleinen Gemeinheiten im Finale: „Das ist bereits die zweite große Becker-Pleite beim RTL.“ Die erste, natürlich als Foto eingeblendet, war Boris mit Fliegenklatschenturban im Duell mit Oliver Pocher. „Ich hab es verkackt, ich bin super enttäuscht“, sagt Lilly, sichtbar genervt. Also kein Nachtisch. Pierre, prototypisch für das Verhältnis der Finalisten untereinander: „Mir tut es nicht leid für uns. Mir tut es leid für Lilly.“

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RTL liest mit:-) Sonja Zietlow und Jan Köppen oder zumindest die Redaktion von IBES hat die Augen überall. In der Sendung gingen sie auch auf die vor zwei Tagen an dieser Stelle geäußerte Vermutung ein, die Erfolglosigkeit der diesjährigen Dschungelcamper könnte dadurch befördert worden sein, dass RTL den Schwierigkeitsgrad der Prüfungen erhöht habe. Die Ekelportionen bei den Essensprüfungen etwa wirkten größer, die Zeit, sie runterzuwürgen, kürzer. „Es stimmt“, sagte Jan Köppen, „die Camper sind tatsächlich die Erfolglosesten in der Geschichte, sie holten gerade einmal 30 Prozent aller möglichen Sterne“. Das läge aber nicht an schwereren Prüfungen, schließlich seien die alle bereits in der englischen Originalversion getestet worden. Sonja Zietlow, schulterzuckend: „Es lag an den Stars!“.

Freunde fürs Leben: Sind nach Lillys Aussage zumindest sie und Pierre im Dschungel geworden. Als Pierre nach einer letzten Schatzsuche anmerkte, die „kleinen Geschenke der Liebsten“ versprach: „Ich habe keinen Liebsten. Ich bin allein.“, da sagte sie: „Du hast mich. Ich lass dich nicht mehr los.“ Es klang kein bisschen klebrig.

Ehrlichster Spr

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