Das prächtige Diadem aus burmesischen Rubinen hat nach Elizabeth II. eine neue Trägerin: Königin Camilla setzte das Schmuckstück 2023 wieder bei einem Staatsbankett ein. Die Kombination aus königlicher Tradition, Herkunft der Edelsteine und gerade im Netz kursierenden Mythen macht das Diadem aktuell wieder sichtbar.
Die Entstehung des Schmuckstücks
Als Elizabeth 1947 den Marineoffizier Philip heiratete, bekam das Paar zahlreiche Geschenke — unter ihnen 96 einzelne Rubine aus Burma. Jahrzehnte später beauftragte die Königin das traditionsreiche Haus Garrard damit, aus diesen Steinen ein neues Diadem zu fertigen. Für das Design wurden außerdem historische Elemente aus einem diamantenen Diadem des Nizam von Hyderabad verwendet, das Elizabeth zuvor nicht mehr regelmäßig getragen hatte.
Das Ergebnis war ein völlig neues Kopfschmuckstück mit floralen und heraldischen Motiven, das in den 1970er- und 1980er-Jahren zu einem festen Bestandteil ihrer Staatsauftritte wurde.
- Anzahl der Rubine: 96 Einzelsteine, Geschenk von Burma (heute Myanmar).
- Hersteller: Garrard, königlicher Hofjuwelier.
- Erste große Präsenz: Staatsbesuch in Japan, Mitte der 1970er Jahre.
- Häufige Kombinationen: mit der Baring Ruby Kette in den 70ern/80ern und später mit Queen Victorias Crown Rubies.
- Letzte bekannte öffentliche Nutzung durch Elizabeth II.: 2019, beim Staatsbesuch des US-Präsidenten.
- Neuere Verwendung: 2023 erstmals öffentlich von Königin Camilla getragen.
Die 96‑Rubine‑Legende
Aus der Zeit der Schenkung ging eine kuriose Behauptung hervor: Die Rubine sollten die Trägerin vor „96 Krankheiten“ schützen. Als Elizabeth mit 96 Jahren starb, entfachte diese Formulierung im Internet Spekulationen und Verschwörungserzählungen. Die Verbindung zwischen Zahl und Tod beruht jedoch auf Korrelation statt belegbarer Ursache — solche Anekdoten verbreiten sich besonders schnell in sozialen Medien.
Für Historiker und Schmuckkundler zählt das Diadem vor allem als Beispiel für königlichen Geschmack und die Praxis, Geschenke in persönliche Insignien zu überführen; mystische Deutungen bleiben in der Regel folkloristische Begleitmusik.
Warum das Thema heute wieder relevant ist
Dass das Diadem nach dem Tod der langjährigen Monarchin nun eine neue Rolle innerhalb der Königlichen Schatzkammer einnimmt, macht es zu einem aktuellen Symbol für Kontinuität und Wandel im britischen Königshaus. Gleichzeitig rücken Herkunft und Kontext der Edelsteine in den Blick: Geschenke aus ehemaligen Kolonien werden zunehmend öffentlich diskutiert, sowohl aus kulturhistorischer als auch aus ethischer Perspektive.
Bei der Betrachtung des Schmuckstücks spielen drei Aspekte eine Rolle:
- Symbolik: Diademe spiegeln Macht, Repräsentation und familiäre Traditionen.
- Provenienz: Die Herkunft der Rubine aus Burma wirft Fragen nach Erinnerung, Diplomatie und heutiger Aufarbeitung auf.
- Mediale Wahrnehmung: Mythen und vereinfachte Erzählungen verbreiten sich online leichter als fachliche Einordnungen.
Ob das Diadem künftig häufiger bei offiziellen Anlässen zu sehen sein wird, dürfte sowohl vom Geschmack der neuen Trägerin als auch von kuratorischen Entscheidungen abhängen. Fest steht: Das Schmuckstück bleibt ein Publikumsmagnet — als Objekt mit historischer Tiefe, königlicher Symbolkraft und einer eigenen, teils mythischen Erzählung.
Quellen und Belege zu Datierungen, verwendeten Komponenten und Auftritten des Diadems finden sich in offiziellen Inventaren des Königshauses sowie in Studien zur Geschichte königlichen Schmucks; die populären Erzählungen über die „96 Krankheiten“ entstammen überwiegend zeitgenössischen Berichten und sozialen Medien.
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