Was unternehmen gegen Sonnenbrand? So heilt ein Sonnenbrand schnell – praktische Ratschläge einer Hautärztin
Viele von uns scheinen beim Thema Sonnenbaden lernunfähig zu sein. Trotz des Wissens um die schädlichen Auswirkungen zu starker Sonneneinstrahlung auf unsere Haut, die schmerzhafte Verbrennungen verursachen kann, passiert es immer wieder. Vielleicht haben wir die Intensität der UV-Strahlen unterschätzt, der Wind fühlte sich täuschend kühl an, oder der Wunsch nach einer gebräunten Haut war einfach zu verlockend.
Was ist ein Sonnenbrand und wie entsteht er?
Wenn unsere Haut einer zu starken UV-Dosis ausgesetzt wird, kann sie mit einer akuten Entzündungsreaktion, dem Sonnenbrand, reagieren. „Dabei werden die Hautzellen geschädigt“, erklärt Dr. Kathrin Uhlig von der dermatologischen Praxis Derma Riedberg in Frankfurt. „Je nach Schweregrad der Schädigung können Rötungen, Schmerzen und ein Wärmegefühl auftreten.“ In manchen Fällen kann es auch zu Schwellungen der Haut kommen oder sich sogar Blasen auf dem Sonnenbrand bilden.
Sonnenbrand-Arten
Es gibt drei Schweregrade von Sonnenbrand:
- Grad eins: Ein Sonnenbrand ersten Grades ist eine leichte Verbrennung. Betroffene Hautstellen sind warm, gerötet und können spannen sowie jucken. Auch leichte Schwellungen können auftreten.
- Grad zwei: Beim zweiten Grad treten zusätzlich zu den Symptomen des ersten Grades sichtbare Blasen auf den betroffenen Hautstellen auf, und die Haut beginnt sich nach einiger Zeit zu schälen.
- Grad drei: Beim dritten Grad eines Sonnenbrands kommt es zu einer sofortigen Schädigung der obersten Hautschichten. Diese lösen sich direkt ab, und das Risiko für Narbenbildung in diesem Bereich ist sehr hoch.
Was hilft bei leichtem Sonnenbrand?
Manchmal bemerken wir bereits während des Sonnenbadens oder erst etwas später, dass Bereiche der Haut deutlich erwärmt sind, vielleicht leicht gerötet, und auch ein Spannungsgefühl kann bereits spürbar sein.
Was sind also die besten Maßnahmen bei einem leichten Sonnenbrand? Dermatologin Dr. Kathrin Uhlig hat praktische Tipps für zu Hause, wie wir die Heilung des Sonnenbrands direkt unterstützen können:
- Kalte Dusche: Eine gezielte kalte Dusche kann eine angenehme Kühlung bringen und die Haut beruhigen.
- Kühlung durch feuchte Tücher: Ein leichtes Küchenhandtuch kann mit kaltem Wasser befeuchtet werden und auf die vom Sonnenbrand betroffenen Hautstellen gelegt werden.
- Viel Wasser trinken: Nicht nur die eigenen Speicher müssen wieder aufgefüllt werden, auch der Feuchtigkeitshaushalt der Haut kann durch das Trinken von viel Wasser ausgeglichen werden.
- Pflege-Lotion: Eine hautberuhigende Lotion kann die Haut kühlen und ihr dabei helfen, sich zu regenerieren.
Dr. Kathrin Uhlig verrät auch, worauf wir besser verzichten sollten, wenn wir einen Sonnenbrand auf der Haut bemerken. „Austrocknende Pflegeprodukte oder Duschgele sollte man erstmal meiden“, so die Dermatologin. Und: „Keinesfalls sollten Eis- oder Cold-Packs verwendet werden, um eine Kälteschädigung der Haut zu vermeiden.“
Die besten Hausmittel
Bei der Frage „Was tun gegen Sonnenbrand?“ können auch bewährte Hausmittel zusätzliche Helfer sein.
Diese Hausmittel können bei Sonnenbrand helfen:
- Quark-Wickel: Kühler Quark entzieht der Haut etwas Hitze, spendet ihr verlorene Feuchtigkeit und wirkt entzündungshemmend. Streiche dazu eine dicke Schicht Quark auf die betroffene Stelle und lege ein Küchenhandtuch, zum Beispiel aus Leinen, darauf. Wenn du merkst, dass der Quark warm wird, kannst du die Wickel abnehmen und frischen Quark auftragen.
- Schwarzer Tee: Eine entzündungshemmende Wirkung hat außerdem schwarzer Tee. Koche am besten direkt eine große Kanne schwarzen Tee, lasse den Tee abkühlen und stelle ihn dann für einige Zeit in den Kühlschrank. Anschließend kannst du ein Küchenhandtuch darin tränken, etwas auswringen und direkt danach auf deinen Sonnenbrand legen. Auch hier solltest du den Wickel erneuern, wenn du merkst, dass der kühlende Effekt nachlässt.
- Aloe-vera-Gel: Wenn du eine Aloe-vera-Pflanze oder ein kosmetisches Gel der Heilpflanze zu Hause hast, kannst du das optimal als Hilfe bei Sonnenbrand einsetzen. Das Gel kühlt nicht nur automatisch, es wirkt auch entzündungshemmend und fördert den Heilungsprozess deiner Haut.
Beste Creme gegen Sonnenbrand
Wenn die Haut erst mal verbrannt ist, wünschen wir uns natürlich direkt die beste Creme gegen Sonnenbrand. „Es gibt verschiedene Inhaltsstoffe, die bei Sonnenbrand zu einer Linderung und einer schnelleren Hautregeneration führen”, sagt Dr. Kathrin Uhlig. „Hierzu zählen zum Beispiel Aloe vera, Panthenol oder Zinkoxid.”
After-Sun-Lotion von V.SUN
Die beiden hilfreichen Inhaltsstoffe Aloe vera und Panthenol stecken zum Beispiel in der After-Sun-Lotion von V.SUN. Sie kühlt die Haut angenehm, spendet ihr intensive Feuchtigkeit und verbreitet einen erfrischenden Duft.

Elina Kreuzer ist Expertin für Beauty-Rituale, die natürliche und moderne Pflege vereinen. Ihre Mission ist es, Menschen dabei zu helfen, durch einfache Tipps ihre innere und äußere Schönheit zu entfalten.
