Top Möbeldesign-Trends 2023: Von hauchzarten Leuchten bis zum Glossy-Look!

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Von : Larissa Vogler

Von hauchzarten Leuchten bis hin zum Glossy-Look – die wichtigsten Trends im Möbeldesign

Von filigranen Leuchtobjekten bis zum glänzenden Finish – die Top-Möbeldesigntrends

Jedes Jahr im April verwandelt sich Mailand in das Epizentrum der Designwelt. In den Ausstellungsräumen, historischen Palazzi und auf der Messe selbst präsentieren Designer ihre neuesten Kreationen an Möbeln, Beleuchtung und Wohnaccessoires. Hier sind die Schlüsseltrends für das Jahr 2025.

Glanz und Gloria

In Mailänder Ausstellungshallen, wo hochglänzende Oberflächen präsentiert werden, sind Mitarbeiter mit weißen Handschuhen und Mikrofasertüchern ständig damit beschäftigt, Fingerabdrücke und Staub zu entfernen. Der Trend zum Glossy-Look bei Möbeln ist unübersehbar und erinnert an den Glanz von luxuriösen Lippenstiften. Beispiele hierfür sind die hochglanzlackierten S64 Freischwinger von Marcel Breuer, neu interpretiert von Jil Sander für Thonet, inspiriert von der Lackierung von Steinway Klavieren, oder die Couchtische von Federica Biasi für Frigerio mit ihren glänzenden, farbigen Tischplatten, die spannende Kontraste zu den runden Körpern aus Weidengeflecht bieten.

Konstantin Grcics „Bishop“-Stuhl für Magis aus lackiertem Stahlblech entwickelt über die Jahre eine natürliche Patina, während das belgische Unternehmen Extremis den klassischen deutschen Strandkorb neu interpretiert hat. Ihr Modell „Cabrio“ besitzt eine hochglänzende Schale, die an polierte Autokarosserien erinnert.

Zarte Papierleuchten

„Das beste Licht ist das, welches mehr die Atmosphäre betont als die Leuchte selbst“, sagt die dänische Designerin Cecilie Manz. Ihre „Duna“-Leuchte für Vibia aus Washi-Papier ist ein Beispiel für reduzierte, poetische Designkunst. Die japanische Firma Karimoku New Standard präsentiert Leuchten, deren zarte Schirme aus Papier über dunkle Metallgestelle gezogen sind, während Sebastian Herkners „Loja“ für Midgard mit einem großen, beweglichen Papierschirm auf einem zylindrischen Glaskörper dramatische Effekte erzielt.

Amberfarbenes Glas

Die warme Farbe „Burnt Orange“, ein dunkles Orange, das an Bernstein, Herbstlaub oder Sonnenuntergänge erinnert, war bereits 2021 ein Trendfarbton. Jetzt findet diese Farbe ihren Weg in Glasobjekte. Der französische Designer Patrick Norguet verwendet sie in seiner Schalenserie „Pliva“ für Zanat, kombiniert mit dunklen, geschnitzten Holzzylindern. Niccolò Devetags stapelbare Beistelltische „Stack“ für Billiani 1911 erinnern an Haribos „Roulette“-Fruchtgummis, während Agape ein Waschbecken aus massivem gegossenem Glas, das „Massicci“ von Marco Zito, vorstellt.

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Textile Kreationen

Zum Frühstück im Bett lud Marimekko in Mailand ein. Das finnische Label nutzte das gesamte Teatro Litta für eine Installation der New Yorker Künstlerin Laila Gohar. Sie interpretierte die berühmten Streifenstoffe von Maija Isola neu und entwarf daraus eine Kollektion von Pyjamas und Bettwäsche. Dedar arbeitet mit der Josef & Anni Albers Foundation zusammen und bringt fünf Jacquardstoffe von Bauhaus-Künstlerin Anni Albers in einer zeitgemäßen Interpretation heraus.

Säulentische

Runde Tische mit skulpturalen Säulenfüßen sind oft reine Showstücke, denn sobald man an ihnen sitzt, verbirgt sich das eigentlich Interessante. Diese Tische sollten daher viel Raum bekommen, um sie aus der Ferne zu bewundern. Beispiele hierfür sind der Marmortisch von Franceso Meda und David Lopez für Acerbis mit seinen architektonischen Bögen oder der „Treflo“ von Ronan Bouroullec für Cassina, dessen Glasplatte das Spiel einer kräuselnden Wasseroberfläche imitiert.

Handwerkliches aus Holz

Die hohe Kunst in der Holzverarbeitung besteht darin, ohne Schrauben und Winkel auszukommen und stattdessen auf Steck- und Keilverbindungen zu setzen. Formafantasma zeigt dies eindrucksvoll mit ihrem modularen Bücherregal „FF. Spine“ für Cassina. Ikea versucht mit seiner neuen Stockholm-Kollektion, die in Mailand präsentiert wurde, sein Image von Pappmöbeln abzulegen, indem massives Holz und Keildübel verwendet werden. Andere Designer setzen auf ästhetisch ansprechende Lösungen mit Restholz oder verbundenen Holzelementen.

Naturnahe Designs

Die Natur bleibt eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für Designer. Dies zeigt sich in Teppichen, die an Seegrasfelder erinnern, in Pilzformen für Outdoorleuchten oder in Glasarbeiten, die Schneebälle oder Baumrinde imitieren. Solche naturnahen Designs bringen die Außenwelt in die Innenräume und schaffen eine Verbindung zur Natur, die sowohl ästhetisch ansprechend als auch inspirierend ist.

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Annemarie Ballschmiter ist Stil-Redakteurin in Berlin. Sie berichtet über Design, Möbel und Trends.

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